Herausgegeben von Thomas B. Schumann. Inhalt: Ferien vom Berliner Pflaster; Der Leser sieht eine neue Welt; Die Straßen komme ich entlang geweht. Gedichte, Literarische Aufsätze, Erzählungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.07.2009
Zu großen Hoffnungen Anlass gab der junge expressionistische Dichter Ernst Blass. Sein erster Gedichtband traf den Ton der Zeit, in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift "Die Argonauten" veröffentlichte er Autoren wie Musil und Sternheim. Was dann aber folgte, waren die Brotarbeit für eine Bank, eine unglückliche lyrische Umorientierung in Richtung Stefan George, gescheiterte Romanpläne, das Ende seiner Ehe, Krankheiten, Erblindung und das Dritte Reich, in dem Blass als Jude bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1939 kaum noch veröffentlichen konnte. Was bleibt, so der Rezensent Harald Hartung, sind vor allem die frühen Gedichte, aber auch der autobiografische Text "Ein Höllensturz" über die "Entwürdigung eines Erblindeten" ist lesenswert. Die Werkausgabe macht nun die Wiederentdeckung möglich.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…