Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jose Manuel Prieto

Die kubanische Revolution

und wie erkläre ich sie meinem Taxifahrer

Cover: Die kubanische Revolution

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3518125591
ISBN-13 9783518125595
Broschiert, 219 Seiten, 10,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Ob New York, Rom, Wien oder Berlin - immer wenn der Kubaner Jose Manuel Prieto von einem Taxifahrer gefragt wird, woher er denn sei, hört er ein begeistertes "Ah, Fidel Castro!" Wie kommt es zu diesem vital strahlenden Bild der kubanischen Revolution und Fidel Castros? Hat die Wirklichkeit nicht längst alles Triumphale abgeschabt? In sehr persönlichen, nicht eifernden, eher schmerzvollen kleinen Schritten rekapituliert Jose Manuel Prieto Momente der Kindheit, als Politik keine Sache des Urteils war, sichtet die öffentlichen und die intimeren Aspekte Kubas. Dabei meißelt er keine Eindeutigkeiten heraus, er schildert die Dinge vielmehr als unausweichlich komplex und ambivalent.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.08.2009

Ebenso bezwingend wie spielerisch findet Rezensent Manuel Karasek dieses Buch des exilkubanischen Autors über Fidel Castro und die kubanische Revolution aus der Sicht der Gegenwart. Denn weder ist der Autor nach Ansicht des Rezensenten von rechten antikommunistischen Ressentiments gegen Kuba infiziert, noch neigt er aus Karaseks Sicht zu linker Glorifizierung. Stattdessen entwerfe er ein sehr unabhängiges Bild von Vorteilen und Schattenseiten Castros und seiner Revolution und spreche sich bei aller Kritik am System gegen einen gewaltsamen und für einen schrittweisen Umbruch aus. Auch sei es keine politische Streitschrift, sondern ein höchst ernster Exkurs über die schizophrene Beziehung Lateinamerikas zum großen Bruder USA, und eben auch der kubanischen Affinitäten zum Feind in Washington.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.07.2009

Überaus wohlwollend hat Merten Worthmann Jose Manuel Prietos persönliche Sicht auf die kubanische Revolution aufgenommen. Experte ist der kubanische Autor, der lange in Russland lebte und zur Zeit in New York ist, wohl weder für kubanische Geschichte noch für Politik, meint der Rezensent, der den von Heimweh und Zorn geprägten Einspruch Prietos gegen das "Unglück" des aus seiner Sicht von den USA mit verschuldeten kubanischen Elends nachvollziehen kann. Nicht zuletzt die fiktive Erzählsituation - Prieto erklärt die kubanische Lage einem Taxifahrer - macht die Kurzweiligkeit der Lektüre aus, findet Worthmann, der auch erleichtert feststellt, dass der Autor bei aller Kritik seinen Sinn für Humor über etwaige Verbitterung triumphieren lässt. Hier rühmt der Rezensent auch ausdrücklich die Übersetzungsleistung von Susanne Lange, die viel dazu beitrage, Prietos originellen und der "suggestiven Metapher" allemal den Vorzug gegenüber schlüssigen Argumenten gebenden Ausführungen in adäquates Deutsch zu übertragen.

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Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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