Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Eine ungewöhnliche Schachpartie gegen den erst kürzlich zugezogenen Mitabiturienten Roderer erschüttert den sonst siegesgewissen Ich-Erzähler des Buches. Vor allem die demütigende Unausweichlichkeit der Niederlage - Figur um Figur eliminierte Roderer vom Spielfeld, um erst ganz am Ende den Todesstoß zu setzen - ist es, die den Erzähler irritiert: obwohl selbst hochintelligent, muss er sich eingestehen, dass er der intellektuellen Unerbittlichkeit Roderers nicht gewachsen ist. Doch in die neidvolle Bewunderung für das Genie mischt sich die Ahnung einer Tragödie: denn während er sich selbst immer mehr mit den Gegebenheiten der Welt arrangiert, beobachtet er, wie Roderer sich immer stärker vom Leben entfernt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2009
Den Autor nennt Martin Halter hemmungslos einen Meisterschüler Cortazars und Borges'! Guillermo Martinez' spät übersetzte Fortsetzung seines Romans "Die Pythagoras-Morde", die den Erzähler-Detektiv als "normales Wunderkind", die titelgebende Figur jedoch als weltabgewandtes mathematisches Genie zeigt, trägt laut Halter das Axiom der Askese bis in ihre Formensprache. Kopflastig unterkühlt erscheint ihm der Text und zugleich im Stil einer klassischen Novelle gebaut. Ihre sprachliche Eleganz und die spürbare Lust am literarischen Vexierspiel lassen Halter sie der Tradition der argentinischen Fantastik zuordnen. Dass Martinez seine Geschichte von Genie und Wahnsinn so nüchtern wie schwerelos zu erzählen vermag, "ohne Pathos und Psychologie", ist dem Rezensenten fast ein bisschen suspekt.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








