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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johannes Groschupf

Hinterhofhelden

Roman

Cover: Hinterhofhelden

Eichborn Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 382185846X
ISBN-13 9783821858463
Gebunden, 218 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Man kann nicht sagen, dass es Liebe auf den ersten Blick ist: der etwas wirklichkeitsfremde, zartgliedrige Student und die kleine Etagenwohnung, in dem er soeben Quartier bezogen hat. Dort ist Wohnen zwar billig, doch schon bald hat der vierschrötige und etwas cholerische Hausmeister ihn auf dem Kieker - dessen altersreife Frau auf ganz unverblümte Weise auch. Und dann ist da noch Meentje, die er auf einem seiner Streifzüge mit der Fotokamera aus den Fängen der BVG-Kontrollöre befreit und die ihm ihr Herz schenkt und es ihm wieder nimmt. So gewöhnungsbedürftig Neukölln und seine Welt, der Geruch von Küchenabfällen, Kohlsuppe und alten Zeitungen für Hans auch sind, er begreift schnell, dass das Leben hier echter ist, direkter. Das gilt für die Frauen, die in dem jungen Schlacks eher eine willkommene Abwechslung sehen, und erst recht für die Männer, von denen er viel lernen kann - und muss.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.06.2009

Rezensent Johannes Schneider ist unentschlossen, in welche Kategorie Buch man diesen Neukölln-Roman stecken sollte - und ist dementsprechend unentschieden, ob dem Autor Johannes Groschupf sein Anliegen geglückt ist, oder nicht. Wenn man die Geschichte als "Bildungs- und Schelmenroman" liest, bleibt die Entwicklung des Protagonisten vielleicht etwas "zu blass". Wenn man aber davon ausgeht, dass die "unruhige, etwas gedrängte" Handlung sowieso lediglich das Hintergrundrauschen für eine "lakonische Milieustudie" bieten sollte, ist letztere geglückt. Der Autor hat nach Schneiders Meinung die Fähigkeit, Neukölln facettenreich zu beschreiben und in "Bildern, Gerüchen und Geräuschen" lebendig werden zu lassen. Trotzdem werde Groschupfs Sprache nie "ausladend", sondern komme immer auf den Punkt.

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