Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sara Shilo

Zwerge kommen hier keine

Roman

Cover: Zwerge kommen hier keine

dtv, München 2009
ISBN-10 3423247169
ISBN-13 9783423247160
Taschenbuch, 297 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Hebräischen übersetzt und mit einem Nachwort von Anne Birkenhauer. Als Masud, der Falafelkönig, plötzlich stirbt, ist seine Frau Simona von Sinnen vor Schmerz. Vom Leben nach diesem Verlust erzählen die verwaisten Familienmitglieder: Simona, die statt in den Bunker auf den Bolzplatz geht und hofft, der tägliche Katjuscha-Regen in Nord-Israel möge endlich über ihr niedergehen. Dudi und sein Zwillingsbruder Itzik, der wie mit einer Nabelschnur an Dudi hängt, weil seine Glieder irgendwann im Mutterleib zu wachsen aufhörten. Kobi, dem die Trauer der Mutter und die Bedürftigkeit der Kleinen die Vaterrolle aufzwingt, und Etti, die Radiosprecherin werden will und von einem besseren Leben träumt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2009

Dies ist ein ungewöhnlicher Roman, betont der Rezensent Jakob Hessing, nicht zuletzt wegen des Milieus, in dem er spielt. Auch in Israel konzentrieren sich gesellschaftskritische Familienromane auf die Mittelschicht. Dieser nicht. Die fünf Figuren der aus Marokko stammenden Familie Dadon leben in keiner der großen Städte, sondern an der Grenze zum Libanon und gehören dem "unteren Rand der Gesellschaft" an. Die alleinerziehende Mutter spielt den Kindern eine Beziehung mit einem Mann vor, der in Wahrheit ihr Halbbruder ist. Das alles spielt - nie genau datierbar - wohl in den achtziger Jahren und an der Art, wie hier zuletzt Aussicht auf Emanzipation gewonnen wird, findet der Rezensent nichts Falsches. Die "sprachlichen Nuancen", die auch die Übersetzung bewahrt, hebt er besonders hervor.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren