Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Eberhard Busch (Hrsg.)

Die Akte Karl Barth

Zensur und Überwachung im Namen der Schweizer Neutralität 1938-1945

Cover: Die Akte Karl Barth

Theologischer Verlag Zürich, Zürich 2008
ISBN-10 3290174581
ISBN-13 9783290174583
Kartoniert, 700 Seiten, 48,00 EUR

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Klappentext

Schweizer Neutralität - so Karl Barth während des 2. Weltkriegs - müsse die Freiheit zum Eintreten dafür sein, unter den Bedingungen der Neutralität gegen die deutsche Aggression und für einen freiheitlichen Staat zu stehen. Damit stieß er bei den Verantwortlichen der Schweizer Bundesregierung und Bundesanwaltschaft und namentlich bei den Vertretern der von der Regierung eingesetzten "Abteilung für Presse und Funkspruch" auf Widerstand. Das Buch illustriert mit einer Fülle von bislang unveröffentlichten Dokumenten vor allem aus dem Schweizer Bundesarchiv, wie die maßgeblichen Stellen die Aktivität des Basler Theologen in Wort und Tat beurteilten. In den zurückhaltend erläuterten Dokumenten wird sichtbar, wie sich Barth gegen die offizielle Politik seines Landes stellte und dagegen stritt, dass sich die Schweiz unter Berufung auf ihre Neutralität an den Hitler-Staat anpasse. Die Dokumente zeigen aber auch, mit welchen Methoden die Verantwortlichen in Bern dies registrierten und darum verhindern wollten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.03.2009

Dankbar zeigt sich Thomas Maissen angesichts der Edition der Akte Karl Barth durch dessen Schüler Eberhard Busch. Was sich in der Schweizer (Zensur-)Abteilung für Presse- und Funkspruch ab 1934 an Vorgängen im Zusammenhang mit dem vor den Nazis geflohenen, streitbaren Bonner Theologieprofessor angesammelt hat, ist laut Maissen ein Haufen Material. Anhand der "präzise eingeleiteten" Streitfälle kann der Rezensent nicht nur Barths Kampf gegen die Nazi-Rhetorik nachvollziehen. Sie ermöglichen ihm auch einen Einblick in den Ablauf der Schweizer Zensur. Maissen ist überrascht über die Engstirnigkeit der Schweizer Behörden, ihren folgsamen Umgang mit den "nazistischen Sensibilitäten". Ihre durch die Achsenmächte befeuerte Sorgen kann er allerdings mitunter verstehen.

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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