Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Irina Korschunow

Langsamer Abschied

Roman

Cover: Langsamer Abschied

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2009
ISBN-10 3455039987
ISBN-13 9783455039986
Gebunden, 156 Seiten, 17,95 EUR

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Klappentext

Pierre und Nora, zwei, die zusammengehören, gemeinsam reden und schweigen, sich streiten und vertragen, Pläne machen und wieder verwerfen - bis Pierre mit seinem Auto in die Katastrophe rast und nichts mehr so ist wie zuvor. Ihre Geschichte beginnt zwischen den schrägen Wänden am Göttinger Goldgraben, wo bei klarem Wetter ein Quadrat des Sternenhimmels durch das Dachfenster funkelt. Pierre studiert Physik, Nora Kunstgeschichte, und als sie sagt: "Ja, ich will bei dir bleiben", gilt das für immer - glaubt sie. Doch der Unfall, bei dem Pierre schwer verletzt wird, wirft Nora aus der Bahn. Ein nicht enden wollender Albtraum beginnt. Sie kann sich nicht verzeihen, dass sie im Streit auseinandergingen, bevor das Unglück geschah. Wird sie jemals wieder aus dem Labyrinth von Schmerz und Schuldgefühlen herausfinden? Vielleicht sogar noch einmal von Liebe reden können?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.05.2009

Ganz angetan wirkt Rezensentin Andrea Lüthi von Irina Korschunows Roman "Der lange Abschied", der vom Stoff her durchaus das Zeug zum Melodram hätte, wie die Rezensentin feststellt. Es geht um ein Ehepaar, dessen Beziehung gerade an einem unehelichen Kind zu zerbrechen droht, als der Mann durch einen Unfall ins Koma fällt. Der Autorin geht es dabei vor allem um das Ausloten von Gefühlen und die Frage nach Selbstverwirklichung bzw. Aufopferung, so Lüthi. Wegen einer gewissen Selbstgefälligkeit, die beiden Hauptfiguren eigen sei, fällt es ihr mitunter schwer, Empathie für das Paar aufzubringen. Auch findet sie die Wendung, dass sich die Frau in den Arzt ihres komatösen Mannes verliebt, etwas überzogen. Dennoch scheint sie der Roman, der eben mehr sei als eine "tragische Trennungsgeschichte", gefesselt zu haben.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2009

Im Grunde eine alltägliche Geschichte, die Irina Korschunow hier erzählt, meint die Rezensentin Sabine Brandt. Aber was für ein lesenswertes Buch wird unter den Händen der Autorin daraus, stellt sie staunend fest. Im Mittelpunkt steht ein Ehepaar, das sich von der Ehe mehr versprochen hat, als sie hält. Bevor die Ehe jedoch, was sich abzeichnet, scheitern kann, erleidet der Mann einen schweren Unfall, der ihn zum Pflegefall macht. Wie Korschunow hier ein Netzwerk aus Schuld und Schuldgefühlen entwickelt, das macht ihr, so Brandt, so schnell keiner nach. Die Rezensentin macht keinen Hehl daraus, dass sie dieses Buch nicht nur überzeugt, sondern auch ergriffen hat.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren