Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Französischen von Ursula Blank-Sangmeister. Am 25. Juni 1984 verlor die Welt in Michel Foucault den provozierendsten und kämpferischsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Der berühmte französische Althistoriker Paul Veyne hat ihm nun ein schönes, ein großartiges Denkmal gesetzt mit einem Buch, das sowohl Foucaults Denken, dessen aufklärerische und umstürzlerische Kraft noch längst nicht ausgeschöpft ist, als auch seine Person auf faszinierende Weise lebendig werden lässt. Es wurde das Dokument einer großen Freundschaft zwischen dem Kenner der Antike und dem enigmatischen Samurai der französischen Philosophie.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.07.2009
Angesichts des deutschen Titels des Foucault-Buchs von Paul Veyne, einem Historiker, Archäologen und Studienfreund des vor 25 Jahren an Aids gestorbenen Philosophen, keimen in Jan Füchtjohann die schönsten Hoffnungen auf. Umso größer seine "Enttäuschung", entpuppt es sich doch nur als ein weiteres Buch zu Leben und Werk des für sein virulentes Denken und seine schillernde Persönlichkeit berühmten Intellektuellen. Dass Veyne dem Objekt seines Buches weder "intellektuell noch literarisch" das Wasser reichen kann, wird Füchtjohann bei der Lektüre schmerzlich bewusst, und weil er sich von einem Freund Foucaults insbesondere was Geschichten aus dem Leben angeht, erheblich mehr erhofft hat, grollt er dem Autor. In einer etwas überraschenden Wende erklärt Füchtjohann die Lektüre dann aber doch für lohnenswert, schließlich berge es geng interessante Passagen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.06.2009
Dass Foucault kein Teufel war, sondern ein Samurai mit dem Schreibschwert, lässt sich Rezensent Uwe Justus Wenzel von Paul Veyne in dessen nun auf Deutsch vorliegendem Buch auseinandersetzen. Wenzel erkennt in Veynes Bildnis des befreundeten "Kriegers" Foucault einen Gegenentwurf zum moralisierenden Intellektuellen a la Zola oder Sartre. Anders als dieser, so versteht Wenzel den Autor, begibt jener sich nur punktuell, dafür sehr konkret und mit markanter Eleganz ins Gefecht. Dankbar lernt Wenzel nicht nur die Gefechtsgewohnheiten des intellektuellen Kriegers kennen, sondern begegnet anhand der Doppelperspektive des Autors Foucault von innen und außen und gleich "manchem Unanschaulichen" aus seinem Denken in plastischer wie nonchalanter Form. Dass es Veyne nicht gelingt, sämtliche Rätsel um die Gestalt des Denkers Foucault zu lösen und seine Schwächen anders als mit menschlicher Unzulänglichkeit zu erklären, ist für Wenzel noch kein Grund, das Buch gering zu schätzen. Foucaults Lebenskunst, so erklärt er, gebe der Autor immerhin einen Namen: Voluntarismus.
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Uangenehm plausibel
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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