Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch. Michal Kirchner ist Sprössling einer ungewöhnlichen Familie. Geboren aus der Zweckehe seiner homosexuellen Eltern muss er schon als Kind die skrupellose Überwachung durch den tschechoslowakischen Geheimdienst miterleben. Er flieht in den Westen und kehrt erst als junger Erwachsener in seine Heimatstadt Bratislava zurück. In der Metropole des neuen Turbokapitalismus beginnt seine Karriere in einem Begleitservice für reiche Managergattinen aus dem Westen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2009
Für Kolja Mensing ein fast perfektes kapitalistisches Märchen, was der junge Autor da vorlegt. Erst erinnert Mensing das Buch in Form eines "frivolen Schelmenstücks" an die fetten Jahre, und als die vorbei sind, lässt Michal Hvorecky die Callboykarriere seines Helden aus "Boomtown Bratislava" in ein "emotionales Konjunkturprogramm" münden. Prima! Nicht ganz so prima, sondern überflüssig findet Mensing die vom Autor eingestreuten diskursiven Brocken. Auf kulturwissenschaftliche Theorien westlicher Prägung, meint er, kann dieser streckenweise an Houellebecq erinnernde "gutgelaunte" Roman allerdings auch locker verzichten.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
Sehr enttäuscht wirkt Lothar Müller von diesem Roman des slowakischen Autors Michal Hvorecky, denn nach seiner Anlage habe Buches durchaus das Zeug zu einem veritablen "Schelmenroman" über den "entfesselten Kapitalismus" in postkommunistischen Zeiten. Michal Kirchner, der 1996 in der Überzeugung, dass in Osteuropa seit 1989 alles zur Ware geworden ist, Callboy wird, erzählt von seinem Aufstieg in der Agentur "Eskorta", dem der Abstieg in Drogensucht folgt und ihn schließlich als Werbetexter in Berlin landen lässt. Ein "verkappter Thesenroman", so der Rezensent missvergnügt, der den durchaus vielversprechenden Stoff durch die witz- und fantasielose Rollenprosa verschenkt sieht und dessen Held, wie er moniert, einen allzu "beschränkten Horizont" aufweist. Während die Bettszenen sich durch Klischees auszeichnen, dräut, wenn die Hauptfigur sich schließlich verliebt, handfester Kitsch, so Müller schaudernd. Und weil Kirchner, wie der Rezensent kritisiert, nicht das sprachliche Format eines grotesken Helden aufweist, so pumpt Hvorecky zumindest die Handlung durch immer absurdere Wendungen auf, denen Müller dann aber nicht mehr wirklich zu folgen bereit ist.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








