Deutschland, 1970: Der 16-jährige Patrick reißt aus dem Erziehungsheim aus und schließt sich anderen jungen Männern an, die den Kampf der gerade entstehenden RAF unterstützen wollen. Um Geld zu beschaffen, entführen sie einen ehemaligen Schulkameraden von Patrick, den Sohn eines Unternehmers. Das Leiden des Jungen stellt Patrick auf eine harte Gewissensprobe, und dass die Gewalt nach der Geldübergabe eskaliert, trifft ihn völlig unvorbereitet. Patrick erzählt als Erwachsener von den einschneidenden Ereignissen, die sein Leben verändert und andere Leben zerstört haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2009
Im Gegensatz zum RAF-Film von Bernd Eichinger stelle Werner Egli in seinem "anspruchsvollen Jugendbuch" bewusst die politischen Hintergründe dieser Zeit zurück, konstatiert die Rezensentin Cathrin Kahlweit. Wie der Antiheld Patrick fast versehentlich in den Kreis der Baader-Meinhof-Gruppe gerät, zum Mittäter wird, bis letzten Endes seine große Liebe erschossen wird, dies behandle Egli als "versierter Erzähler" sehr tiefgreifend und wertfrei. Der Autor halte in seinem Abenteuerroman "die Balance zwischen Politik und Pubertätsdrama", freut sich die Rezensentin.
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