Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anselm Doering-Manteuffel, Raphael Lutz

Nach dem Boom

Perspektiven auf die Zeitgeschichte seit 1970

Cover: Nach dem Boom

Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2008
ISBN-10 3525300131
ISBN-13 9783525300138
Kartoniert, 120 Seiten, 15,90 EUR

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Klappentext

Die Zeit des Booms waren die fünfziger bis siebziger Jahre, die Jahrzehnte einer stabilen Nachkriegsordnung, die mit dem Marshallplan 1947 eingeleitet wurde und im wirtschaftlichen Wandel seit 1973 an ihr Ende kam. Danach gingen grundlegende Veränderungen von der Wirtschaft aus und hatten ihre Wirkung auf die politischen und sozialen Leitvorstellungen in den westeuropäischen Ländern. Das Gesellschaftsmodell der Boom-Epoche wandelte sich mit hoher Dynamik. Das Nebeneinander von Kontinuität und Bruch in Strukturen und Mentalitäten kennzeichnet eine neue Epoche in der europäischen Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.11.2009

In höchsten Tönen lobt Dietmar Süß diese Studie der beiden Historiker Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael. Dem Rezensenten zufolge gehen die beiden darin dem großen Umbruch in der Arbeitswelt nach, den die westlichen Länder in den siebziger Jahren erlebten, als Bergbau, Stahl- und Textilindustrie, mithin die Grundlage der ökonomischen Nachkriegsordnung. Arbeitslosigkeit und gewaltige Umwälzungen im Finanzsystem waren die Folge aber auch die sich ankündigende Pleite der Ostblock-Staaten. Klug und pointiert findet Rezensent Süß die hier vorgelegten Analysen und sie scheinen ihm auch beispielhaft für eine notwendige Auffrischung der allmählich etwas "angestaubten" Zeitgeschichte.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2009

Dass die beiden Autoren Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael mit diesem Buch Zeitgeschichte schreiben, hält Günter Buchstab für unwahrscheinlich. Nicht viel mehr als eine Anregung zum Verständnis von Nachkriegsordnung, Übergangsphase und Strukturbruch nach 1970 erkennt er in den hier vorgeschlagenen Perspektiven. Dabei kann er mit der Darstellung des Wandels und der entsprechenden politik- und sozialwissenschaftlichen Diagnoseversuche aus dem angloamerikanischen Raum durchaus etwas anfangen, findet er die Ausführungen zur Globalisierung und zur Zäsur von 1989/91 erkenntnisfördernd. Vermisst hat Buchstab allerdings eine genauere Beschäftigung mit den politischen, den wirtschaftlichen und vor allem den sozialen Folgen. Der Mensch, meint er, kommt in dieser Zeitgeschichte leider nicht vor.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren