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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Mohammed Abed Al-Jabri

Kritik der arabischen Vernunft

Die Einführung

Cover: Kritik der arabischen Vernunft

Perlen Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 3980900088
ISBN-13 9783980900089
Gebunden, 232 Seiten, 19,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Vincent von Wroblewsky und Sarah Dornhof. Mit einem Vorwort von Reginald Grünenberg und Sonja Hegasy. Die "Kritik der arabischen Vernunft" des in Marokko lebenden Philosophen Mohammed Abed al-Jabri ist die bedeutendste Fundamentalanalyse der arabischen Kultur.
Es geht dem Autor darum, politische und soziale Denk- und Handlungsmuster zu entwickeln, mit denen die arabische Welt ihre eigene Geschichte wieder in die Hand bekommt, anstatt weiterhin von der eigenen idealisierten Vergangenheit manipuliert zu werden. Al-Jabri hat sich auf diese faszinierende philosophische Expedition begeben, um zu zeigen, dass es doch noch eine eigene, eine arabische Form der Moderne geben könnte.

Leseprobe beim Perlentaucher

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.09.2009

Laut Stefan Weidner hat der Band das Zeug, unsere Vorurteile bezüglich der Unvereinbarkeit von Islam und Aufklärung auf die Probe zu stellen. Weidner staunt über die von Mohammed Abed Al-Jabri präsentierten Erkenntnisse, etwa zum Fehlen der Subjekt-Objekt-Trennung beim arabischen Leser religiöser Texte und zum Stand der Leserautonomie (nicht vorhanden) in der arabischen Welt. Eine Bestätigung der Vorurteile sieht Weidner hier dennoch nicht. Offenbar überzeugend bringt der Autor dagegen ein dreiteiliges Schema verschiedener Wissensproduktionen in Stellung, das der sunnitischen Wissenskultur die aristotelisch-rationale sowie die mystische Denkweise an die Seite stellt. Ein forcierter Ansatz? Nein, findet Weidner. Al-Jabris überzeugt ihn durch eine inspirierende wie schlüssige Lesart der arabischen Geistesgeschichte, die sogar die abendländische philosophische Tradition als "gewissermaßen ursprünglich arabische" wieder salonfähig machen könnte.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.08.2009

Rezensent Martin Riexinger begrüßt die deutsche Übersetzung der "Kritik der arabischen Vernunft" von Mohammed Abed Al-Jabri. Viele intellektuelle Debatten der islamisch-arabischen Welt werden seines Erachtens in der deutschsprachigen Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, weil Übersetzungen wichtiger Werke fehlen. Insofern dankt er dem Verlag ausdrücklich dafür, dieses grundlegende Werk des marokkanischen Philosophen zugänglich gemacht zu haben. Er betont den Abstand Al-Jabris zu den herrschenden weltanschaulichen Lagern, zu Islamisten wie Liberalen und Marxisten. Im wesentlichen sieht er die Intention des Autors darin, der arabischen Kultur einen Weg aus ihrer Fixierung auf die Vergangenheit zu weisen. Ein erneuertes arabisches Denken müsse sich das Erbe kritisch aneignen. Riexinger skizziert Al-Jabris philosophische Auseinandersetzung mit der philosophischen und theologischen arabischen Tradition. Dabei hebe der Autor die Leistung bedeutender arabischer Philosophen hervor, Wissenschaft und Religion auseinander zu halten. Deutlich wird für Riexinger damit auch, dass die Idee einer autonomen Vernunft durchaus in der arabischen Zivilisation verankert ist.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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