Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
"Vielleicht ist der Verrat die Signatur unseres Zeitalters." Diese zunächst politische Feststellung des jungen Autors Bert Cornelius gilt ebenso für das schwierige Verhältnis zu seinem Vater. Zwar wurde die ganze Familie ins Exil vertrieben, doch weigert sich der alte Cornelius, mit seinem Namen als Nobelpreisträger das Zeitschriftenprojekt seines Sohnes zu fördern. Aber auch der Vater erfährt kaum Loyalität. Das moralische Krebsübel des 20. Jahrhunderts hat alle sicher geglaubten menschlichen Bindungen zerstörerisch befallen. Karl Heinz Bittel gestaltet mit historischer und psychologischer Dichte die Verwerfungen zwischen Thomas Mann und seinem Sohn Klaus.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2009
Hingerissen zeigt sich Martin Thoemmes von Karl Heinz Bittels Roman über die komplexe Beziehung zwischen Thomas Mann und seinem Sohn Klaus. Er sieht in dem Werk allerdings weniger einen Roman als ein "literarisches Dokudrama", in dem die bekannten Fakten getreu verarbeitet werden. Die inneren Monologe oder Gespräche sind natürlich fiktional, könnten nach Ansicht Thoemmes aber "so stattgefunden haben". Wie auch immer: Thoemmes findet dieses "menschenkluge" Buch "wunderbar zu lesen". Dabei sieht er es weniger als Parodie, wie es der Klappentext will, hebt aber hervor, dass Manns autobiografische Erzählung "Unordnung und frühes Leid" in den Text eingewebt ist. Sein Fazit: eine "eindringliche und beiden gerecht werdende Studie über Thomas und Klaus", die sich durch "Kenntnisreichtum, psychologisches Einfühlungsvermögen und sprachliche Eleganz" auszeichnet.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








