Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Der 19-jährige Roma Schtorkin ist ein typischer Jugendlicher seiner Zeit: Seine Kindheit hat er noch in der Sowjetunion verbracht, an die er sich nur noch bruchstückhaft erinnern kann, jetzt, als Jugendlicher, lebt er in einem Russland der unendlich vielen Möglichkeiten, die alle nicht für ihn zu gelten scheinen. Umso begieriger meldet er sich auf eine Anzeige, die Zugang zur Elite verspricht. Und plötzlich wacht er in der Gesellschaft von Vampiren auf, die ein neues, das fünfte Imperium errichten wollen. Mit Roma an der Spitze.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Viktor Pelewin: Das fünfte Element - Informationen und Leseprobe beim Luchterhand Literaturverlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.09.2009
Vampire? Vampire. Stefanie Peter kommt schnell dahinter, welcher Art Victor Pelewins Blutsauger sind und was sie im Schilde führen. Nicht schnödes Blut, Wissen ist das zeitgemäße Lebenselixier und das Internet mit seinen social networks ist das Revier der hier porträtierten Moskauer Vampir-Elite. Für Peter liegt das Parabolische dieses Entwicklungsromans (es geht um die Initiation eines 19-Jährigen) auf der Hand: Auf die kapitalistische Informationsgesellschaft hat es der Autor abgesehen und ein bisschen auch auf den Wandel der russischen Gesellschaft. Pelewins Humor, seine Zitierfreude, sein Tempo und seine Wildheit machen das Buch laut Peter für ein "breites westliches Lesepublikum" interessant.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
Dass der Bildungsroman lebt, davon ist Burkhard Müller nach Lektüre des jüngsten Romans von Viktor Pelewin überzeugt. Es geschieht nämlich nichts, was nicht mit der Entwicklung des 19-jährigen Roma zu tun hat, der von Vampiren zu einem der Ihrigen gemacht wird und fortan zur "Elite" der Welt gehört, die die unwissenden Menschen schröpft, erklärt der Rezensent. Auch wenn er zugeben muss, dass die Stärken des russischen Autors nicht in Plot und Figurenzeichnung zu suchen sind, lässt er sich von seinen ausgefeilten Diskursen zur "Philosophie des Boudoirs", geschult an Marquis de Sades Romankonstruktionen, beeindrucken. Dabei warte Pelewin mit so manchem schillernden Gedanken auf, der sich nicht selten zur "wunderbar durchgeführten Allegorie" ausweite. Dennoch steht Müller bei dem Roman vor einem "Dilemma": so manchen geistreichen Einfall muss der Autor erst umständlich erklären, weil der nichtrussische Leser dessen ganzen Anspielungsreichtum sonst gar nicht mitkriegen würde. Überhaupt sei das Buch eine "tief binnenrussische Angelegenheit", und Pelewin strebe nichts weniger als eine Satire Gogol'schen Formats an. Zu dumm nur, dass sein Roman zugleich ein "frivoles Märchen" bieten will, bedauert Müller, der an dieser Doppelstrategie den hohen Anspruch wenigstens zum Teil scheitern sieht.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.02.2009
Judith Leister freut sich über Viktor Pelewins neuen Roman, in dem Vampire - ganz in Matrix-Manier - die Weltherrschaft übernommen haben. Die Menschen, so erfahren wir, bekommen davon natürlich nichts mit, sind sie doch mit Geld-Fragen beschäftigt und werden von den Vampirverschwörern "durch Unterhaltung bei Laune gehalten wie Milchkühe bei Mozart". Im Mittelpunkt der Geschichte, so lernt der Leser der Rezension, steht der 19-jährige Roma, der zum Vampir ausgebildet wird, fortan Rama heißt und sich mit pseudowissenschaftlichen Theorien und kruden Verschwörungen herumschlagen muss. Obwohl die Rezensentin sich hierbei mitunter an ein B-Movie erinnert fühlt, bescheinigt sie Pelewin, in seinem Buch die richtige Mischung aus poppiger Postmoderne, Humor und Philosophie gefunden zu haben; dieses sei gar "der glänzendste Beweis für Pelewins außergewöhnliches Talent".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








