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Klappentext
Bearbeitet von Elsbeth Zylla. Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen.
Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozess der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Vaclav Havel und Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz - diese Ereignisse bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
György Dalos: Der Vorhang geht auf - Informationen und Leseprobe beim Verlag C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.04.2009
Angetan zeigt sich Paul Jandl von György Dalos' Buch über das Ende des Eisernen Vorhangs 1989. Er bescheinigt dem ungarischen Schriftsteller, die Situation in den kommunistischen Diktaturen in Osteuropa gekonnt einzufangen. Neben der Beschreibung der historischen Fakten gelingt es Dalos in seinen Augen auch, die Psychologie jener Jahre verständlich zu machen, einer Zeit, in der sich "Hoffnung mit Resignation" mischte. Das Buch zeichnet sich für Jandl besonders durch seine gelungenen "atmosphärischen Verdichtungen" aus.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.04.2009
Man muss György Dalos nicht lesen, aber es hilft ungemein! ruft Rezensent Detlev Claussen euphorisch, der spätenstens mit diesem Buch ein großer Fan des Historikers, Schriftstellers und Essayisten Dalos geworden wäre, wenn er sich ihm nicht schon lange verschrieben hätte. Dalos erzählt darin vom Untergang der kommunistischen Regime in den mittelosteuropäischen Ländern, als einem Drama in sechs Akten und in fortschreitendem Tempo: Polen, Ungarn, DDR, Bulgarien, CSSR und Rumänien. Was den Rezensenten dabei besticht, sind die erzählerische Macht des Autors, ungeheure Kenntnisse, begriffliche Schärfe und souveränes Urteil, wozu natürlich beigetragen hat, dass der seit 1985 in Berlin lebende Autor als Dissident über unbestreitbare Augenzeugenschaft verfügt - aber auch über die Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion der eigenen Dissidenz. Besser kann man es nicht machen, macht der Rezensent deutlich, der dieses Buch vor allem dem westeuropäischen Publikum empfiehlt, diese Geschichte zu lesen und sie endlich auch als ihre zu begreifen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.03.2009
Der Berliner Ungar György Dalos arbeitet sich nüchtern und analytisch durch die jüngere Geschichte der sowjetischen Satellitenstaaten, die die Vorarbeit zum Fall der Mauer geleistet haben, informiert uns Rudolf Walther, der das Buch uneingeschränkt empfiehlt. Dass er hierbei Phrasen und Tunnelblick gleichermaßen meidet, empfindet der Rezensent als wahre Wohltat. Wie Solidarnosc, die bereits 1981 zehn Millionen Mitglieder hatte, Gorbatschows Amtsantritt 1985, der "Gulaschkommunismus" ungarischer Prägung mit erweiterter Reisefreiheit Mitte der Achtziger, die enormen Schulden der "Bruderländer" und Vaclav Havel als tschechischer Präsident miteinander zusammenhängen, wird von Dalos in seinen "jeweils spezifischen Voraussetzungen" dargelegt. Dalos macht deutlich, was Walther zufolge aus dem öffentlichen Bewusstsein ausgeblendet wird: "Alle diese Ereignisse lagen zeitlich Jahre oder mindestens Monate vor der Wende in der DDR im November 1989."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
György Dalos' Buch über das Ende der osteuropäischen Diktaturen hat Rezensent Jens Bisky rundum gefallen. Dem Autor gelingt es seines Erachtens in sechs "hinreißenden" Kapiteln die schrittweise Entmachtung der kommunistischen Herrschaft in Polen, Ungarn, der damaligen Tschechoslowakei, Rumänien oder der DDR zu schildern. Dabei schätzt er Dalos' Blick für überraschende Details, seinen Sinn für politischen Witz und skurrile Szenen sowie seinen ironischen Stil. Er hebt hervor, dass der Spott des Autors über "die Kopflosigkeit und den Starrsinn der Gestürzten" frei vom "Beigeschmack des Nachtretens" sei. Für alle "Revolutionsromantiker" wird das Buch in Biskys Augen indes eine "arge Enttäuschung" sein.
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