Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Brigitte Döbert. Am Ende war es das Öl. Es gibt und gab viele Gründe für die USA im Iran zu intervenieren: Ein Nuklearprogramm, sozialistische Ansätze, Fundamentalisten, die Feindschaft zu Israel. Am Ende geht es aber um Öl, es ging um Öl 1953 und es geht heute um Öl. 1953 putschte der Schah mithilfe der Amerikaner und Briten gegen den gewählten Premierminister Mossadegh. Es folgten über 20 Jahre brutale Unterdrückungspolitik. Stephen Kinzer schildert, wie die Geheimdienste der westlichen Demokratien einen gewählten Premierminister stürzten, um einen Despoten wieder auf den Thron zu heben. Er analysiert, wie diese "Operation Ajax" das Ansehen der USA in der Golfregion nachhaltig zerstörte und welche Auswirkung dies auf die Entwicklung des islamischen Terrors hatte.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.07.2009
Für Elisabeth Kiderlen bietet das Buch von Stephen Kinzer zeitgeschichtliche Aufklärung im besten Sinn. Was 2003 (zum Erscheinen in den USA) noch als Warnung und Appell an die Falken der Bush-Regierung gemeint war, versteht die Rezensentin heute als akribischen Versuch, dem Leser verdeckte Aspekte der iranisch-amerikanischen Feindschaft aufzuzeigen. Das Buch erscheint Kiderlen somit aktuell und ermöglicht den Vergleich zur Politik Obamas. Die Zuspitzung des CIA-Putsches von 1953 erfährt die Rezensentin hier in allen Einzelheiten und bekommt einen Eindruck von den Kraftfeldern der 50er Jahre (Untergrund-Netzwerke, Gerüchtefabriken auf beiden Seiten), die, wie sie feststellen muss, bis heute wirksam sind. Nicht ganz zufrieden ist die Rezensentin mit dem von Kinzer gewählten Fokus auf die öffentliche Rolle des ersten demokratisch gewählten Premierminister Irans, Mossadegh. Auch als Denker wäre Mossadegh für sie von Interesse gewesen. Dass die deutsche Ausgabe auf einen Quellenapparat verzichtet, hält Kiderlen für einen weiteren Schwachpunkt des Bandes.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.02.2009
Stephen Kinzers Buch über den Sturz der Regierung Mossadegh 1953 im Iran hat Wolfgang Kraushaar überaus beeindruckt. Er sieht darin ein "Standardwerk?, an dem niemand vorbeikommt, der sich für die Geschichte des Iran in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts interessiert. Dem Autor und Pulitzer-Preisträger bescheinigt er, Planung und Durchführung des Putsches durch amerikanische und britische Geheimdienste auf Basis gründlicher Recherchen "minutiös? zu schildern. Dabei weise er auch nach, dass der gewaltsame Machtwechsel seine Gründe in der Verstaatlichung der Anglo-Iranian-Oil-Company durch die demokratisch legitimierte iranische Regierung hatte und auf Anweisung von Eisenhower und Churchill erfolgte. Deutlich werden für Kraushaar auch die bis heute wirkenden fatalen Folgen des unter dem Codenamen "Operation Ajax? erfolgten Staatsstreichs.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2009
Rezensent Wilfried von Bredow hat keinen Zweifel: Wer die aktuelle politische Lage im Iran begreifen möchte, der kommt an den Ereignissen um den vom CIA inszenierten Putsch von 1953 und der anschließenden Machtübernahme durch den Schah nicht vorbei. Und an diesem Buch nicht. Wie Stephen Kinzer die Hintergründe von 1953 und die beteiligten Akteure ins Licht rückt ("präzis und spannend"), hat den Rezensenten überzeugt. Ebenso das vom Autor dafür herangezogene "umfangreiche" Quellenmaterial.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








