Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franz Josef Czernin

staub. gefässe

Gesammelte Gedichte

Cover: staub. gefässe

Carl Hanser Verlag, München 2008
ISBN-10 3446230688
ISBN-13 9783446230682
Gebunden, 264 Seiten, 16,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit einem Essay von Martin Mosebach. Franz Josef Czernin gilt über Deutschland hinaus als einer der ungewöhnlichsten Dichter unserer Zeit. Für "staub.gefässe" hat er zum ersten Mal eine umfassende Auswahl zusammengestellt, die alle Facetten seiner Dichtung wiedergibt. Martin Mosebach führt mit einem kritischen Text in Czernins Schaffen ein. Ein umfangreiches und weitverzweigtes poetisches Werk wird so in seiner ganzen Spannweite sichtbar gemacht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.05.2009

Regelrecht ins Schwärmen gerät Rezensentin Ilma Rakusa über diese Gedichte von Franz Josef Czernin. Sie zählt sie zu den "interessantesten" in der deutschsprachigen Gegenwartslyrik. Czernin ist für sie ein "poeta doctus" mit einem einzigartigen Stil, in dem sich "mathematische Stringenz" und "mystisches Pathos" zu einer unverwechselbaren Mischung verbinden, die durch Paradoxien zu bezwingen weiß. Sie attestiert dem Dichter, souverän den Ton der großen Dichter zu beherrschen und ebenso souverän einen eigenen hervorzubringen, indem er nämlich "Formeln und alltägliche Idiomatik" entautomatisiere. Obwohl die Gedichte auf Rakusa oft rätselhaft wirken, kann sie sich ihrem Sog nicht entziehen, wie sie bekennt.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2009

Mutig im Hinschauen auf den Riss in der Sprache. So erscheint Thomas Poiss der Dichter Franz Josef Czernin in dieser "konzentrierten", doch nicht chronologischen Auswahl. Dass Czernin Sprache mechanisch und organisch erfährt und diese Erfahrung dem Leser seiner Gedichte syntaktisch, Sprache fragmentierend, vermittelt, dass er Redewendungen und das darin versteckte Weltbild einer Revision unterzieht und dadurch irritiert, empfindet Poiss als befreiend. Mit seinen anfänglichen Verständnisschwierigkeiten hält der Rezensent aber auch nicht hinterm Berg. Neben mythisch-religiösen, erotischen und poetologischen Dimensionen erschließt sich ihm die ganze "Potenz der Sprache" erst durch den Mut zur hermeneutischen Erfahrung.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.01.2009

Anstatt sich der öffentlichen Kritik beziehungsweise der Verteidigung von Franz Josef Czernin anzuschließen, rät Tobias Lehmkuhl dazu, sich ein eigenes Bild von diesem umstrittenen Autor zu machen. Der vorliegende Band mit einer Auswahl aus Czernins lyrischem Werk scheint ihm dazu geeignet. Ob hoher Ton und Erhabenheit oder doch bloß schulmeisterliches Wortgeklapper - Lehmkuhl liest bereits veröffentlichte Texte sowie Neues von Czernin und bleibt seinerseits "ratlos zurück". Auch eine legitime Lektüreerfahrung, meint er.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus
Anzeige
Hanser bei Facebook

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren