Marianna Butenschön

Ein Zaubertempel für die Musen

Die Ermitage in St. Petersburg
Cover: Ein Zaubertempel für die Musen
Böhlau Verlag, Köln 2008
ISBN 9783412201029
Kartoniert, 411 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Die Staatliche Ermitage in St. Petersburg ist eine Welt für sich, ein Kunstimperium, das die Zeiten und ihre Brüche seines Landes. überdauert hat und immer noch neue Räume erobert. Von den anderen großen Museen der Welt unterscheidet sie sich durch ihre enge Verbundenheit mit der neueren Geschichte Russlands. Als Museumsflügel des Winterpalastes, der Zarenresidenz, war sie Schauplatz vieler politischer Ereignisse. Nach 1917 missbrauchten die Bolschewiki sie als Devisenquelle, dem neuen Russland dient sie als Ort der Traditionspflege. Doch die Ermitage ist nicht nur Museum. Sie ist auch ein großes Forschungsinstitut und ein wichtiges Zentrum der Erwachsenenbildung, sie besitzt ein Theater und ein Orchester, einen Verlag, ein Journal und ein Observatorium, und "Radio Ermitage" hören nur die Besten in Russlands nördlicher Hauptstadt . Die Ermitage ist das konservativste, aber auch das dynamischste Museum Russlands, mit Ausstellungssälen in London, Las Vegas, Amsterdam und Kasan, und wenn sie 2014 ihren 250. Geburtstag feiert, wird sie in großem Umfang auch zeitgenössische Kunst zeigen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.04.2009

Cord Aschenbrenner preist Marianna Butenschöns Buch über die Petersburger Eremitage in den höchsten Tönen und hat nur Sorge, dieses "großartige" Werk könne nicht die angemessene Würdigung erfahren. Kenntnisreich und mit großer Passion führt die Russlandexpertin und Journalistin in die Geschichte eines der wichtigsten Museen der Welt ein, und sie lässt dabei jene "Andacht" spüren, die dem "Mythos" Eremitage gebührt, lobt der Rezensent. Schon die zitierten Quellen allein machten die Lektüre lohnenswert und auch das wichtige Thema "Beutekunst" werde nicht ausgespart, stellt der rundum begeisterte Aschbrenner fest.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2009

Etwas überwältigt wirkt Hans-Peter Riese von Marianna Butenschöns umfassender Geschichte der Petersburger Eremitage. Der Rezensent rechnet es der Journalistin hoch an, so genau über Verluste und Zuwächse an Kunstwerken in der wechselvollen Geschichte der von Katharina II. begründeten Eremitage zu informieren. Allerdings wäre eine etwas weniger detailversessene Darstellung wohl für den gewöhnlichen Leser leichter zu lesen gewesen, gibt Riese zu bedenken, in dessen Augen der Band mit der überbordenden Fülle an Exponaten des Museums selbst konkurrieren könnte. Eremitage-Enthusiasten aber wird dieser kenntnisreiche und angenehm "unprätentiös" geschriebene Band dennoch Freude bereiten, versichert der Rezensent.

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