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Klappentext
900 Schwarzweiß- und Farbillustrationen, darunter 180 der ersten Farbfotografien, die jemals vom Zirkus gemacht wurden. Vor hundert Jahren war der amerikanische Zirkus das größte Showgeschäft, das die Welt bis dahin gesehen hatte. Während seiner Blütezeit, von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts, kamen bis zu 14.000 Menschen zu jeder Aufführung. Die Wanderzirkusse fuhren kreuz und quer durch das ganze Land, bis zu 20.000 Meilen mit der Bahn in einer einzigen Saison mit bis zu 1.600 Angestellten. Das Spektakel der todesmutigen Draufgänger, strammen Superhelden, knapp bekleideten Starlets, furchtlosen Tierdompteure und aufsehenerregenden Freaks beflügelte die amerikanische Fantasie.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.01.2009
Jutta Person schwelgt hingerissen in diesem üppigen Bildband über die Geschichte des amerikanischen Zirkus, auch wenn ihr das Betrachten der vielen Fotos von so genannten Freaks und Monstern bisweilen ans politisch korrekte Gewissen rühren. So farbenfroh wie das Zirkusleben selbst kommt dieser Bildband mit seinen vielen Abbildungen von Fotos von Vorstellungen und aus Familienalben der Artisten, Postkarten und Plakaten daher, schwärmt die Rezensentin, die in diesem dreisprachigen Buch die Geschichte des modernen Zirkus von 1800 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet sieht. Eindringlich vor Augen geführt werde, dass der Zirkus bis zur Erfindung des Films die eigentliche "Traumfabrik" Amerikas war, so Person gefesselt. Am packendsten aber fand sie augenscheinlich die als Attraktionen vorgeführten Freaks, die, wie die Rezensentin ausführt, stellvertretend für alles "Krumme und Schiefe" standen und als Bestätigung für die eigene Normalität ihren festen Platz in der Zirkuswelt hatten.
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