Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jules Barbey d'Aurevilly

Die alte Mätresse

Roman

Cover: Die alte Mätresse

Matthes und Seitz, Berlin 2008
ISBN-10 3882217030
ISBN-13 9783882217032
Gebunden, 510 Seiten, 29,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Caroline Vollmann. Mit einem Nachwort und Anmerkungen von Carolin Fischer. Paris, 1835: Mondäne Salons, kluge Frauen und elegante Dandys, vertieft in Gespräche voller Esprit und Zynismus. Im Mittelpunkt die skandalumwitterte Mätresse Vellini, eine Meisterin der Verführung. Liebe ist für sie ein leichtes Spiel und keiner beherrscht es so gut wie sie. Die Marquise de Flers ist im Begriff, ihre Enkelin, die Blüte der französischen Aristokratie, an Ryno de Marigny zu verheiraten. Hinter der Fassade des verliebten Schönlings verbirgt sich aber ein Mann voller Laster, der einer skandalumwitterten Kurtisane leidenschaftlich verfallen ist. Die Marquise aber glaubt an die Liebe ihrer Enkelin und unterstützt die Heirat. Allerdings hat sie die Rechnung ohne die Mätresse Vellini gemacht. Barbey dAurevillys erster großer Roman "Die alte Mätresse", erschien zuerst 1851 und gehört in eine Reihe mit literarischen Meisterwerken wie "Gefährliche Liebschaften" oder "Nana". Er wurde mehrmals verfilmt, zuletzt 2007 von der französischen Regisseurin Catherine Breillat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2009

Die Wiederentdeckung dieses Romans, auch des Autors Jules Barbey d?Aurevilly lohnt, versichert der Rezensent Joseph Hanimann. Dieser war - mit Lust und ohne Scheu - ein Reaktionär, ein echter Vertreter der französischen Restauration. Darum gleich zu Beginn der Blick zurück auf die Zeiten des ancien regime, im Verweis zum Beispiel auf die "Gefährlichen Liebschaften" des Choderlos de Laclos. Um gefährliche Liebschaften, versteht sich, geht es hier auch. Um die eines jungen Manns zu einer alten Mätresse, die auch nach dem Ende der Leidenschaft im Leben des jungen Manns weiterrumort. Vier Kapitel lang wird erzählt, wie das am Anfang war. Ansonsten wird geistreich diskutiert und aphoristisch geredet. Das ergibt - auch wenn der Erzähler für Hanimanns Geschmack etwas zu verquatscht ist - einen "Lesegenuss". Vor allem die "Figurenporträts" haben es dem Rezensenten, der das Buch nachdrücklich zur Lektüre und Wiederentdeckung empfiehlt, sehr angetan.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren