Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Der vorliegende Roman "Winterdämmerung", der vierte Band der Tetralogie, zeigt sieben Jahre später, dass die Erwartung "Wirklichkeit geworden ist: Die Geschichte der Achtundsechziger, der Kinder des Sisyfos, setzt sich fort in den achtziger Jahren: Der Betriebsrat Manfred Anklam wechselt auf die Seite der Unternehmensleitung und besetzt dann trotzdem mit seinen Kollegen die Villa Hügel der Krupp-Familie. Der berufslose Viktor Bliss kämpft gegen seine Feuerverletzungen und gegen seine Partei, der Journalist Armin Kolenda erlebt das schreckliche Verbrechen eines Freundes. Seine Liebe zu dessen Freundin Lisa rettet die beiden völlig verstörten Menschen. Lena Bliss und Malina Stotz machen ernst mit ihrer Befreiung, verlassen ihre Männer und spielen ihr eigenes Leben.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.01.2009
Mit hohem Lob bedenkt Karlheinz Braun die Tetralogie "Die Kinder des Sisyfos"von Erasmus Schöfers. Er würdigt das vierbändigen Roman über die linke Geschichte der BRD Bundesrepublik von 1969 bis 1989 als das "Lebenswerk" des Autors, als sein "opus magnum". Er zeigt sich überaus beeindruckt vom Facettenreichtum des Romans. Er schätzt die überzeugende Verknüpfung der Biografien eines Lehrers, eines Arbeiters und eines Journalisten sowie die Darstellung linker Strömungen im Kontext der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung der BRD. Vom Aufbruch der 68er, Berufsverboten, Demonstrationen und Streiks und der Veränderung der Rolle der Frau wird zur Freude Brauns ebenso lebendig und "lustvoll" erzählt wie vom privaten Scheitern seiner Protagonisten. Besonders hebt er Schöfers Blick auf eine inzwischen historische Arbeitswelt hervor. Kritisch sieht er allerdings die Beschränkung des Romans auf das linke Spektrum, durch den der Blick auf diejenigen, "die die Macht vertreten", verengt werde. Insgesamt aber bescheinigt er dem Autor, ein "realistisches und authentisches Bild dieser deutschen Jahrzehnte" gemalt zu haben.
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Uangenehm plausibel
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