Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Helmut Müller-Enbergs

Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Band 3: Statistiken mit CD-ROM

Cover: Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Ch. Links Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 386153441X
ISBN-13 9783861534419
Gebunden, 1024 Seiten, 39,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Unter Mitarbeit von Susanne Muhle. Als das MfS seine Akten vernichtete, gingen nicht nur die Unterlagen zu bedeutenden IM in die Schredder, sondern auch statistische Übersichten, denn der Öffentlichkeit wäre das gigantische Netz nicht zu vermitteln gewesen. Über 100.000 geheime Informanten vermutete der DDR-Innenminister im April 1990. Inzwischen ist in einzelnen Archivbereichen und Diensteinheiten des früheren MfS systematisch nach weiteren Daten gesucht worden, so dass nun - trotz aller Lückenhaftigkeit - ein weitgehend klarer Gesamtüberblick gegeben werden kann. In einzelnen Bezirken ist sogar ein vollständiges Bild möglich, bis hin zu jeder Kreisdienststelle und jeder Abteilung. Danach waren in den Jahren um 1975 und 1985 bis zu 185.000 Zuträger registriert - mithin jeder 50. Berufstätige in der DDR.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2008

Laut Günther Heydemann schließt Helmut Müller-Enbergs "minutiöse" und "differenzierte" Untersuchung über das Ministerium für Staatssicherheit fast alle Wissenslücken in Sachen Staatssicherheit der DDR und Inoffizielle Mitarbeit. Heydemann lobt die Rechercheleistung des Autors, die eine genaue Rekonstruktion des ehemaligen IM-Netzes ermöglicht und zu den Rezensenten nicht selten überraschenden Aussagen über "Systemstabilität beziehungsweise Herrschaftsgefährdung" in der DDR führt. Heydemann erfährt Neues über die IM-Dichte in der früheren BRD und über das soziale Profil der Mitarbeiter. Sein Fazit: Ein Buch, das jede Verharmlosung der Stasi endgültig verbietet.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren