Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sergej Dowlatow

Der Kompromiss

Roman

Cover: Der Kompromiss

Pano Verlag, Zürich 2008
ISBN-10 3907576977
ISBN-13 9783907576977
Gebunden, 197 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen übertragen von Franziska Stöcklin. Mit einem Nachwort von Ulrich Schmid. Der Journalist Dowlatow, der denselben Namen wie der Autor hat, versucht sich etwas halbherzig als Mitarbeiter bei einer Parteizeitung in Tallinn, doch  es geht nicht ohne Kompromisse... Mit Witz und lässt der Autor die Menschen ihren oft wenig heldenhaften Spagat zwischen der etwas trostlosen, banalen und auch absurden Realität der siebziger Jahre und den eigenen Träumen machen... Dowlatow veröffentlichte den roman zuerst 1981 in den USA.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.09.2009

In ihrer Hommage an den 1990 im New Yorker Exil gestorbenen russischen Schriftsteller und Journalisten Sergej Dowlatow stellt die Lyrikerin Olga Martynova dessen Erzählungsband "Der Koffer" und seinen Roman "Der Kompromiss" vor. In seinen einzelnen Kapiteln erzählt der Roman, ausgehend von Berichten aus einer russischsprachigen Zeitung in Estland deren Hintergrund und Entstehung, erklärt die Rezensentin. Aus der Diskrepanz zwischen Zeitungsbericht und Wirklichkeit entsteht die komische Wirkung und auch die "Dramatik" dieser Geschichten aus dem Redaktionsalltag und Martynova findet hier eine herrliche Ansammlung "spätsowjetischer Absurditäten". Als bittere Ironie der Geschichte empfindet die Rezensentin, dass Dowlatows Werke in Russland erst nach seinem Tod zu allgemeiner Anerkennung kamen und er zu Lebzeiten weder dort noch im sowjetischen Estland, wo er einige Jahre als Journalist arbeitete, beruflich Fuß fassen konnte.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.11.2008

Eins haben die Helden in Sergei Dowlatows Büchern "Der Koffer" und "Der Kompromiss" gemeinsam, schreibt Rezensent Jörg Plath: Sie sind Streuner, Tagediebe, die sich auf nichts festnageln lassen. Das Ausweichmanöver ist gewissermaßen ihr Ziel. Dowlatow, erfahren wir, wurde 1941 geboren, lebte nach einem Journalistikstudium von 1972 bis 1975 in Estland, war dann Fremdenführer auf Puschkins Landgut und emigrierte 1978 in die USA, wo er nicht ganz erfolglos blieb. Immerhin, so Plath, druckte der "New Yorker" zehn seiner Erzählungen. In "Der Kompromiss" erzählt er von einem Journalisten in Tallin, der seine Artikel durchgeht und zu jeder Meldung die dahinter liegende - meistens wohl ziemlich groteske - Geschichte erzählt. Dowlatow zeigt "pathosfrei" die "klassenlose Sowjetunion von unten", meint der Rezensent, der sich ganz gut amüsiert zu haben scheint. Franziska Stöcklins Übersetzung ins Schweizerdeutsche findet er allerdings "etwas sperrig" und das Nachwort, von Ulrich Schmid hätte er sich etwas ausführlicher gewünscht.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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