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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Donald Davidson

Wahrheit, Sprache und Geschichte

Cover: Wahrheit, Sprache und Geschichte

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3518585061
ISBN-13 9783518585061
Gebunden, 450 Seiten, 32,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Joachim Schulte. Mit einer Einführung von Marcia Cavell. Wie hängen Denken, Sprechen und Handeln untereinander und mit der Welt zusammen? Hartnäckig wie kaum ein anderer Denker hat sich der amerikanische Philosoph Donald Davidson zeit seines Lebens mit dieser Frage auseinandergesetzt. Seine Antworten, formuliert in einer Vielzahl von luziden Essays, gehören längst zum Kanon der Philosophiegeschichte. Mit Wahrheit, Sprache und Geschichte liegen seine philosophischen Hauptwerke nun vollständig in deutscher Sprache vor. Die Aufsätze des Bandes behandeln die wichtigsten Themen der modernen Sprachphilosophie und der Philosophie des Geistes. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, welche Rolle das philosophisch gewichtige, gleichwohl prekäre Konzept der Wahrheit spielt und wie die Arbeit des menschlichen Geistes in ein wissenschaftliches Weltbild integrierbar ist, ohne sie auf materialistische oder mechanistische Grundlagen zu reduzieren. Schließlich setzt Davidson seine Thesen zu klassischen Positionen der philosophischen Tradition in Beziehung. Der Band versammelt so berühmte Essays wie "Eine hübsche Unordnung von Epitaphen" oder "Dialektik und Dialog", seine Dankesrede anläßlich der Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart. Zu den Überraschungen zählt unter anderem das Stück "Der dritte Mann", geschrieben für die Ausstellung "Blind Time Drawings with Davidson" des Künstlers Robert Morris, einem der Hauptvertreter des Minimalismus und der Land Art. Marcia Cavell leitet den Band ein, der mit einem kurzen Anhang schließt, in dem Davidson auf seine Kritiker antwortet.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.03.2009

Rafael Ferber ehrt den 2003 gestorbenen Philosophen Donald Davidson als den bedeutendsten angelsächsischen Vertreter seiner Zunft der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Was der Autor etwa zum Wahrheitsbegriff oder zum Sprachbegriff schreibt und was er auch über die Geschichte der Philosophie darlegt, preist der Rezensent als durchaus erhellend, neu und mitunter "überraschend". Allerdings stellt er fest, dass Davidsons Ausführungen auf komplexen Voraussetzungen aufbauen, sehr gehaltvoll und mitunter etwas kryptisch geschrieben sind, so dass sich der Leser auf eine mühsame Lektüre einstellen muss, wie er vorwarnt.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2008

Den jetzt in deutscher Übersetzung erschienenen fünften und abschließenden Band der "Philosophischen Aufsätze" Donald Davidsons nimmt Thomas Meyer zum Anlass, auf dessen Gesamtwerk zu blicken, das er als "wichtigste Leistung der amerikanischen Philosophie der letzten fünfzig Jahre" würdigt. Überhaupt schwingt ein Ton der Hochachtung durch Meyers Rezension. Seinen Ruf habe der Philosoph mit seinem fundierten "historischen Wissen" gepaart mit "präziser Argumentation" befestigt, so Meyer anerkennend. Der Rezensent hebt Davidsons Interesse an Methodenfragen hervor, die allerdings stets in einen größeren Kontext eingebunden werden, wie Meyer betont. Wiederholt wende sich der Philosoph dem "Wahrheitsbegriff" zu, zu dem sich auch im vorliegenden Band vertiefende Überlegungen finden, eine "Definition von Wahrheit" werde man allerdings hier vergeblich suchen, warnt der Rezensent. Auch im letzten Band mit gesammelten Aufsätzen tritt ihm ein außerordentlich "kluger und geistreicher" Denker entgegen, der überzeugend argumentiert, dass " Denken die Beibehaltung des menschlichen Maßes" verlangt, erklärt der Rezensent angeregt.

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