Bücherschau der Woche
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Donald Davidson
Wahrheit, Sprache und Geschichte
Klappentext
Aus dem Englischen von Joachim Schulte. Mit einer Einführung von Marcia Cavell. Wie hängen Denken, Sprechen und Handeln untereinander und mit der Welt zusammen? Hartnäckig wie kaum ein anderer Denker hat sich der amerikanische Philosoph Donald Davidson zeit seines Lebens mit dieser Frage auseinandergesetzt. Seine Antworten, formuliert in einer Vielzahl von luziden Essays, gehören längst zum Kanon der Philosophiegeschichte. Mit Wahrheit, Sprache und Geschichte liegen seine philosophischen Hauptwerke nun vollständig in deutscher Sprache vor. Die Aufsätze des Bandes behandeln die wichtigsten Themen der modernen Sprachphilosophie und der Philosophie des Geistes. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, welche Rolle das philosophisch gewichtige, gleichwohl prekäre Konzept der Wahrheit spielt und wie die Arbeit des menschlichen Geistes in ein wissenschaftliches Weltbild integrierbar ist, ohne sie auf materialistische oder mechanistische Grundlagen zu reduzieren. Schließlich setzt Davidson seine Thesen zu klassischen Positionen der philosophischen Tradition in Beziehung. Der Band versammelt so berühmte Essays wie "Eine hübsche Unordnung von Epitaphen" oder "Dialektik und Dialog", seine Dankesrede anläßlich der Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart. Zu den Überraschungen zählt unter anderem das Stück "Der dritte Mann", geschrieben für die Ausstellung "Blind Time Drawings with Davidson" des Künstlers Robert Morris, einem der Hauptvertreter des Minimalismus und der Land Art. Marcia Cavell leitet den Band ein, der mit einem kurzen Anhang schließt, in dem Davidson auf seine Kritiker antwortet.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.03.2009
Rafael Ferber ehrt den 2003 gestorbenen Philosophen Donald Davidson als den bedeutendsten angelsächsischen Vertreter seiner Zunft der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Was der Autor etwa zum Wahrheitsbegriff oder zum Sprachbegriff schreibt und was er auch über die Geschichte der Philosophie darlegt, preist der Rezensent als durchaus erhellend, neu und mitunter "überraschend". Allerdings stellt er fest, dass Davidsons Ausführungen auf komplexen Voraussetzungen aufbauen, sehr gehaltvoll und mitunter etwas kryptisch geschrieben sind, so dass sich der Leser auf eine mühsame Lektüre einstellen muss, wie er vorwarnt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2008
Den jetzt in deutscher Übersetzung erschienenen fünften und abschließenden Band der "Philosophischen Aufsätze" Donald Davidsons nimmt Thomas Meyer zum Anlass, auf dessen Gesamtwerk zu blicken, das er als "wichtigste Leistung der amerikanischen Philosophie der letzten fünfzig Jahre" würdigt. Überhaupt schwingt ein Ton der Hochachtung durch Meyers Rezension. Seinen Ruf habe der Philosoph mit seinem fundierten "historischen Wissen" gepaart mit "präziser Argumentation" befestigt, so Meyer anerkennend. Der Rezensent hebt Davidsons Interesse an Methodenfragen hervor, die allerdings stets in einen größeren Kontext eingebunden werden, wie Meyer betont. Wiederholt wende sich der Philosoph dem "Wahrheitsbegriff" zu, zu dem sich auch im vorliegenden Band vertiefende Überlegungen finden, eine "Definition von Wahrheit" werde man allerdings hier vergeblich suchen, warnt der Rezensent. Auch im letzten Band mit gesammelten Aufsätzen tritt ihm ein außerordentlich "kluger und geistreicher" Denker entgegen, der überzeugend argumentiert, dass " Denken die Beibehaltung des menschlichen Maßes" verlangt, erklärt der Rezensent angeregt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








