Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Polnischen von Karin Wolff. Mit einem Nachwort von Hannelore Schlaffer. Zapolskas Roman "Sommerliebe" erschien erstmals 1905. Drei kleine Kinder, ein biederer Ehemann und einige pflegebedürftige Zimmerpflanzen bestimmen den wenig glamourösen Alltag von Tuska Zebrowska. Entsprechend groß sind ihre Erwartungen, als sie zu einem sommerlichen Kuraufenthalt in die Hohe Tatra aufbricht. Auf den ersten Blick scheinen die Vorzeichen für einen gelungenen Urlaub in Zakopane alles andere als günstig. Das spärliche Budget reicht gerade für ein Zimmer in einer kargen Bauernhütte, und auch der Nachbar ist eine Zumutung: ein nassforscher Schauspieler, der Tuskas kleiner Tochter Geschenke macht und fragwürdige Post von Damen erhält. Doch schneller als gedacht schmilzt das Eis zwischen der jungen Mutter aus Warschau und dem Gebirgs-Casanova Porzycki. Die legere sommerliche Atmosphäre und Spaziergänge in wildromantischer Umgebung tun ein übriges, die Grundfesten von Tuskas bürgerlichem Moralempfinden ins Wanken zu bringen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Gabriela Zapolska: "Sommerliebe" - Leseprobe beim Manesse Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2008
Stefanie Peter kann die 700 Seiten des Romans in ein paar Sätzen zusammenfassen. Dass nicht allzu viel passiert in Gabriela Zapolskas Fin-de-Siecle-Kurgeschichte, heißt allerdings noch lange nicht, dass die Rezensentin eingeschlafen ist beim Lesen. Vielmehr hat sie sich eingelassen auf das vorgegebene Downtempo und sich in die Hohe Tatra imaginiert. Wenn es ihr dort ganz gut gefallen hat, so liegt das am "Schematischen und Unpsychologischen" dieser Geschichte über schauspielernde Kurschatten auf Seelensuche. Lebensreform a la Zakopane (so der Ort der Handlung), operettenhaft inszeniert, doch mit kritischem Sinn für die gesellschaftlichen und politischen Strömungen der Zeit. So resümieren wir Peters Fazit.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2008
Rezensentin Marta Kijowska betrachtet die Autorin und ihren Roman "Sommerliebe" durchaus kritisch. So kontrovers wie Gabriela Zapolska zu ihrer Zeit als Schriftstellerin gesehen wurde, so zwiegespalten zwischen gekonnter Satire und Melodramatik erscheint Kijowska auch diese vor der Kulisse des polnischen Bergkurorts Zakopane spielende Ehebruchsgeschichte. Die von Zapolska entworfene Heldin kann in Kijowskas Augen weder einer Emma Bovary noch einer Anna Karenina das Wasser reichen. Der Schluss bleibt unversöhnlich deterministisch, wie uns die Rezensentin erklärt. Dass ihr das Buch mit all seinem Pathos, den "überzeichneten" Figuren und "emphatischen" Naturbeschreibungen dennoch zusagt, liegt am gelungenen Szenenaufbau, an der mit Dialekt und Jargon angereicherten Sprache sowie an der Ausgewogenheit zwischen Tragik und Komik, mit der die Autorin "realitätsnah" das Polen der Jahrhundertwende entwirft.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








