Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Giuseppe Zigaina

Mein Vater, der Widder

Erzählungen

Cover: Mein Vater, der Widder

Folio Verlag, Wien 2008
ISBN-10 385256400X
ISBN-13 9783852564005
Gebunden, 152 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Alberto Panza. Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl. Friulanische Erinnerungsbilder vom nächtlichen Streunen am Fluss, vom Sternelesen und dem mythischen Aquileia. Zigaina, der Maler und Essayist, flicht in seinem neuen Erzählband dichte Kindheitsbilder: die Begegnung mit der Künstlertochter Elisa, die sich aus dem bombardierten Mailand in das Dorf im Karst flüchtet; das von den Alliierten befreite Udine, in dem es zu nervösen Übergriffen auf Zivilisten kommt; das Pfeifen des täglich vorbeifahrenden Orient-Express; die Schiffsreise mit dem Vater von Triest nach Lissabon; der Malwettbewerb für die faschistische Jugend; der österreichische Deserteur, der sich in den friaulischen Wäldern sicherer fühlt als in seiner Heimat. In Wachträumen entziffert der Erzähler den mythischen Urgrund Aquileias des antiken Zentrums des Handels, der Christianisierung und der Häresie und liest in der Jonasdarstellung im Bodenmosaik des Domes das kreative Grundmotiv seines Freundes Pasolini: die Inszenierung von Tod und Auferstehung. Und in der Darstellung des Widders trifft sich die Erinnerung an den Vater und an den Wunsch nach Unsterblichkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.10.2008

Rezensent Franz Haas hat die Erzählungen des Friauler Künstlers und Pasolini-Intimus Giuseppe Zigaina gern gelesen. Allerdings findet er manches bedeutend gelungener als anderes. Bisweilen wenig überzeugend findet er zum Beispiel die "diskursverliebten Abschnitte", in denen Zigaina Haas' Meinung nach etwas grundlos gedanklich abschweift. Viel Besser gefällt dem Rezensenten da die "feingliedrige Schlichtheit" von mancher "erzählenden Passage". Besonders poetisch wird Zigaina seiner Meinung nach, wenn er "Erinnerung und Gegenwart" überraschend gegenüberstellt. Haas lobt die Arbeit der Übersetzerin Karin Fleischanderl, die "perfekt die Magie der ruhig flachen Landschaft und der sprunghaften Gedanken Zigainas" aus dem Italienischen übertragen hat.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

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Archiv: Vorgeblättert

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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