Aus dem Türkischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Beatrix Caner. Vom Spätherbst 1932 bis zum Frühjahr 1933 war der Dichter Ahmet Hasim zur Behandlung seines Nierenleidens in Frankfurt am Main. Die Tagebucheintragungen aus dieser Zeit sind eine literarische Dokumentation von unvergleichlicher Bedeutung: Aus der Perspektive eines türkischen Dichters, der europabegeistert nach Frankfurt kam und von den Kriegsvorbereitungen abgeschreckt seine Meinung revidierte, erscheint das damalige Frankfurt in einem ungewöhnlichen Licht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.10.2008
Gestochen scharf erscheinen die Beobachtungen des türkischen Lyrikers Ahmet Hasim dem Rezensenten. Hasims Erfahrungen 1932 in Frankfurt, wo er kurz nach seiner Einreise starb, hält er für so weitsichtig wie scharfsinnig und von vergnüglichem Spott durchzogen. Dass der Autor hier einmal nicht symbolistisch wie in seiner Lyrik, vorgeht, sondern sich dem Alltäglichen zuwendet, es bestaunt und beschreibt, und sei es eine so nüchterne Angelegenheit wie eine Bevölkerungsstatistik, dieser Umstand macht den Text für Mely Kiyak so ungewöhnlich und interessant.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.09.2008
Wolfgang Günter Lerch würdigt Ahmet Hasim eingehend als einen bedeutenden Vertreter der türkischen Reiseliteratur und staunt über den präzisen Blick, mit dem der türkische Schriftsteller im Frankfurt des Jahres 1932 die Vorzeichen des Kommenden registriert. In den Berichten aus den zwei Monaten, die sich Hasim in Frankfurt aufhielt,liest der Rezensent von der Ernüchterung des Dichters angesichts des Zustands, in dem sich das geschätzte Land befindet. Neben zwei Gedichten Hasims findet der FAZ-Rezensent noch Informationen zum Leben und zur Ästhetik des Literaten, was diese "Hommage an den Dichter" abrunde.
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