Wolfgang Schmale

Geschichte und Zukunft der Europäischen Identität

Cover: Geschichte und Zukunft der Europäischen Identität
W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2008
ISBN 9783170201002
Kartoniert, 246 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Erstmalig wird mit diesem Buch eine umfassende interdisziplinäre Darstellung der Geschichte Europäischer Identität seit der Frühen Neuzeit bis Heute geboten. Den Ausgangspunkt bilden eine Analyse der aktuellen Diskussion über die Rolle Europäischer Identität für die Zukunft der Europäischen Union im globalen Zusammenhang und eine Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Forschung zu Europäischer Identität. In vier chronologisch aufgebauten Kapiteln wird die Entwicklung von Konzepten Europäischer Identität aus verschiedenen Blickwinkeln seit dem späten 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart behandelt. Das abschließende Kapitel befasst sich unter dem Stichwort der Kohärenz mit der Zukunft Europäischer Identität im Licht der bisher erfolgten historischen Weichenstellungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.11.2008

Für bemerkenswert hält Georg Kreis die Vorschläge des Autors zur Frage, wie sich Europa neu denken ließe. Nicht statisch nämlich, sondern dynamisch als Netzwerkgesellschaft, wenn es nach Wolfgang Schmale geht. Dass Schmale dabei einem kulturgeschichtlichen Interesse folgt, entgeht dem Rezensenten nicht, aber ebenso nicht, wie der Historiker sich gegen "simple Wurzelvorstellungen" stemmt und europäische Identität eher in der Rezeption von Geschichte verortet. Respekt zollt der Rezensent dem Autor für dessen Blick über den Tellerrand, auf die Kolonialgeschichte und das Verhältnis Europas zur außereuropäischen Welt. Nur manchmal erscheint Kreis die vorgeschlagene Perspektive als Ehrenrettung des allzu selbstreflexiven, wenig leidenschaftlichen Staatenbundes und als Herabsetzung seiner hohen Zielsetzungen mittels einer "Art Discount-Idee" von sozialer Kohärenz statt essenzialistischer Identität.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2008

Einige Leerstellen bleiben für Florian Keisinger nach der Lektüre von Wolfgang Schmales Arbeit zur "Geschichte und Zukunft der Europäischen Identität": Die fortdauernde Bedeutung nationaler Identitäten beispielsweise sieht der Rezensent nicht ausreichend geklärt. Was umso problematischer sei, als dass Schmale ja auch über die Zukunft, und nicht nur über Gegenwart und Vergangenheit eines europäischen Wir-Gefühls sprechen wolle.

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