Christof Mauch (Hg.), Kiran Klaus Patel (Hg.)

Wettlauf um die Moderne

Die USA und Deutschland. 1890 bis heute
Cover: Wettlauf um die Moderne
Pantheon Verlag, München 2008
ISBN 9783570550694
Gebunden, 479 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Mit einem Nachort von Joschka Fischer. Am Ende des 19. Jahrhunderts nahmen die jungen Nationen Deutschland und die USA eine ganz besondere Stellung ein: Beide strebten nach Weltgeltung, doch noch war unklar, ob das kommende Jahrhundert ein amerikanisches oder ein deutsches werden würde. Das Buch vergleicht die Entwicklung der USA und Deutschlands von 1890 bis heute und erfasst damit die zentralen Aspekte in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, die die beiden Nationen zu dem gemacht haben, was sie heute sind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2008

Rezensent Werner Link hat sich mit großem Interesse diesem von Christof Mauch und Kiran Klaus Patel herausgegebenen Essayband gewidmet, der vergleichend amerikanische und deutsche Geschichte seit dem späten 19. Jahrhundert in den Blick nimmt. Begrüßenswert findet er es, dass die einzelnen Beiträge zu Themen wie "Imperium", "Religion", "Unterhaltung", Sozialstaat" oder "Wissen", um nur einige zu nennen, jeweils von einem amerikanisch-deutschen Historikerpaar erarbeitet wurden. Laut Link sind dabei durchweg lesenswerte Essays herausgekommen. Damit habe man "wertvolle Mosaiksteine" einer transnationalen Geschichtsschreibung gewonnen, stellt der Rezensent zufrieden fest, wenn er es auch etwas enttäuschend findet, dass der Band keine "Synthese" der Einzelbeiträge versucht und außerdem die Definition des mehrdeutigen Begriffs der Moderne verweigert. Als besonders erhellend preist er den Text von Thomas Bender und Michael Geyer zum Stichwort "Imperium", in dem die Autoren seiner Ansicht nach überzeugend feststellen, dass sich das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts von zwei konkurrierenden Vorstellungen von "national-imperialer Moderne" zu einen heute "antiimperialen Deutschland" und einem "imperialen Amerika" gewandelt habe.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2008

Mit großem Lob bedenkt Katja Gelinsky diesen von Christof Mauch und Kiran Klaus Patel herausgegebenen Sammelband über Amerika und Deutschland im Vergleich. Sie hebt das breite thematische Spektrum und den langen untersuchten Zeitraum - von 1890 bis heute - des Werks hervor. Den Autoren - Historikern aus den USA und aus Deutschland - gelingt es in ihren Augen, die Entwicklung beider Staaten in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft überzeugend darzustellen und dabei Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Kontinuitäten und Brüche, Transfers und Austausch zu erhellen. Besonders schätzt sie die instruktiven und scharfsinnigen Aufsätze zu den Themen Recht, Religion und Umwelt. Die Ergebnisse, die die Autoren zu Tage fördern, scheinen ihr teilweise überraschend. Sie begrüßt jedenfalls, dass Klischees und Stereotype aufgebrochen werden. Überhaupt schätzt sie die exzellente Lesbarkeit der Beiträge, die bewusst nicht als enzyklopädische Artikel, sondern als Essays verfasst wurden, die auch interessierte Laien ansprechen.

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