Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Adam Soboczynski

Die schonende Abwehr verliebter Frauen

oder: Die Kunst der Verstellung

Cover: Die schonende Abwehr verliebter Frauen

Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3378011009
ISBN-13 9783378011007
Gebunden, 204 Seiten, 18,95 EUR

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Klappentext

Adam Soboczynski erzählt von Männern und Frauen, die das schwierige Spiel des Lebens und die hohe Kunst der Verstellung mal blendend, mal mäßig beherrschen. Wenn man nur wüsste, wie sich klug zu verhalten sei! Hier steht es drin. Wir sehen Menschen in peinlichen und verführerischen Situationen wie sie jeder kennt: den jungen Aufsteiger in Gehaltsverhandlungen; die Frau, die beim Bewerbungsgespräch nach ihren eigenen Schwächen gefragt wird; den Professor im nicht rein wissenschaftlichen Austausch mit einer Kollegin.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.08.2008

Von großem Leserglück zeugt die Rezension von Dirk Knipphals, der von "ästhetischem Vergnügen" ebenso wie von einer durch und durch ironischen Erzählweise spricht, bei der nichts vor dem Witz dieses Autors sicher sei. Dabei kam das Buch aus seiner Sicht zunächst mit der Attitüde eines "altklugen Lebensratgebers" daher, und zwar mit "Tendenz zum Putzigen". Erst allmählich realisiert der Rezensent eigenem Bekunden zufolge, "was für treffende Geschichten aus dem heutigen postmodern-hedonistischen Großstädteralltag" Adam Soboczynski hier "zunächst wie nebenbei" erzählt. Und dann hat sich schon eine ganze "Judith-Herrmann-Welt" vor ihm aufgeblättert, nur irgendwie noch lockerer und gewitzter.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.08.2008

Witzig, elegant, weise, verschlagen und verspielt und von schlagender Evidenz. Das alles ist dieser Ratgeber in Sachen Verstellung für Ijoma Mangold. Warum so ein Buch im Geiste Balthasar Gracians und im Tonfall der großen französischen Moralisten vor Adam Soboczynski noch keiner geschrieben hat, ist Mangold ein Rätsel. Die Idee, unser Liebes- und Arbeitsleben szenisch, aphoristisch auf seine Verstellungskünste hin abzuklopfen und uns aus dem süßen Schlaf der Philanthropie zu erwecken (so empfindet es der Rezensent), erscheint Mangold höchst angebracht. Und wenn die deutsche Gegenwart in den Worten des polnischstämmigen Autors als barockes Welttheater ersteht, vermisst er einen "protestantischen Innerlichkeitskult" als letztes.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren