Die Känguruhs, die roten Felsen und die geheimnisvollen Aborigines kommen vor in diesem Buch über Australien. Doch sind sie hier nicht so, wie wir sie aus der einschlägigen Reisewerbung erinnern...In "Kopfüber" geht es vielmehr um die Erhaltung des Unvertrauten des scheinbar Vertrauten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2000
Mit einem langen Zitat über die Fliegen im Gesicht derer, die in Australien beim traditionellen "Cricket mit Picknick" Weihnachten feiern, beginnt Birgit Weidinger ihre lobende Besprechung. Die Autorin hat als Psychologin, Übersetzerin und Journalistin in all ihren Beobachtungen "down under" den fremden Blick gepflegt und ohne eurozentrische Arroganz beschrieben, was ihr widerfahren ist. Fremdes, so weiß die Autorin, wird "nicht vertraut" durch Verständnis "sondern durch Gewöhnung", und die Rezensentin stimmt ihr voll und ganz zu. Deshalb kann sie die Haltung des Verwundert-Seins goutieren und auch die beigegebenen Fotos, die "das Geheimnisvolle nicht näher" bringen. Das Buch ist "ein Begleiter zum Nachdenken, gut zu lesen bei einer jener ausgedehnten Zugfahrten, die Andrea Dornseif beschreibt".
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