Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Englisch-Deutsch-Französisch. Der Fotojournalist und Pulitzer-Preisträger Liu Heung Shing legt mit diesem Band eine visuelle Geschichte der Volksrepublik China und ein sensibles Porträt seiner Bewohner vor. Mit teils unveröffentlichten Bildern, die er in den Archiven von 88 chinesischen Fotografen entdeckte, dokumentiert er die Entwicklung der Volksrepublik China von 1949 zur aufstrebenden Wirtschaftsmacht und gewährt einen unzensierten, authentischen Blick auf die letzten sechzig Jahre, wie er in dieser Form noch nicht zu sehen war. Dieser Band zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie das chinesische Volk - allen Nöten zum Trotz - zu seiner heutigen Stärke gelangt ist. Wenn China in diesem Sommer den Vorhang lüftet und die breite Weltöffentlichkeit während der Olympischen Spiele auf Peking blickt, belegen die hier versammelten Fotografien den bemerkenswerten Weg, den China in den vergangenen sechs Jahrzehnten gegangen ist. Ergänzend sind in diesem Band eine Chronologie der wichtigsten politischen Ereignisse, eine aktuelle China-Karte sowie Biografien aller beteiligten Fotografen enthalten.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.12.2008
Mit großem Gewinn hat Rezensent Andreas Breitenstein diesen "reich mit Texten orchestrierten" Fotoband zur Kenntnis genommen. Verdankt er ihm doch tiefe Einsichten in die Volksrepublik China von ihren Anfängen 1949 bis zu den Olympischen Spielen 2008. Für sein Buch habe Pulitzerpreisträger Liu Heung Shing unveröffentlichte Fotodokumente chinesischer Fotografen aus den letzten sechs Jahrzehnten ebenso gesammelt wie Textdokumente, Mao-Reden zum Beispiel. Auf diesem Weg werfe der Band immer wieder Blicke hinter die Kulissen von Macht und Propaganda, zeige das Leben der einfachen Chinesen durch die Epochen ebenso wie das Leben der Nomenklatura aus den 60er und 70er Jahren, die privat locker der ideologisch öffentlich geächteten familiär-bürgerlichen Lebensart gefrönt hätten, wie ihm die Fotos belegen. Auch werde anhand der Dokumente des Bandes deutlich, wie sehr sich China in den letzten 15 Jahren verändert habe. Bittere Kontraste und erhellende Blicke wechseln sich ab und sorgen für große Begeisterung beim Rezensenten für dieses ungewöhnliche und hochinformative wie sinnliche China-Buch.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.08.2008
Mit großem Interesse hat Rezensent Tilman Spengler diesen Fotoband über China angeschaut, der ihn, wie er schreibt, so dicht wie wenige Bücher an die jüngere und jüngste Geschichte dieses Landes herangeführt hat - und zwar auf dem Weg des Bildes. Auch dokumentiere dieser Band aus Spenglers Sicht höchst ironisch Tendenzen der chinesischen Propaganda bei der Darstellung des Landes. Zwar ist Spengler mit dem Textteil nicht immer ganz froh geworden, bei dem er manchmal tiefer gehende Kenntnisse und Informationen vermisst. Doch die Bildunterschriften können ihn mit Kompetenz und Prägnanz immer wieder entschädigen. Die Bilder sowieso.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.08.2008
Georg Blume scheut nicht den großen Vergleich, wenn er dem im Taschen-Verlag erschienenen Bildband des Fotografen Liu Heung Shing ähnliches Aufklärungspotenzial zutraut wie den Bildern aus dem befreiten Konzentrationslager Auschwitz hierzulande. "China - Porträt eines Landes" versammelt unveröffentlichte Fotos aus vielen Privatalben, die Liu Heung Shing auf einer Reise durch China von Fotograf zu Fotograf entdeckt hat. Auf offiziellem Weg sind natürlich keine Bilder aus der Zeit des Großen Sprungs oder der Kulturrevolution zu erhalten, hier herrscht die Zensur. Welchen Bildern wird nun dieser schockierende Effekt zugetraut? Es sind Bilder, die nur indirekt von dem Leid der Landbevölkerung während des Großen Sprungs künden: Bauern, die wieder mit Holz- statt Metallwerkzeugen arbeiten, weil alles Eisen für die Fabriken benötigt wird. Von den aus diesem technischen Rückschritt resultierenden Hungersnöten existieren keine Fotografien. Oder Mao als zahnloser, ergrauter Greis statt als energischer Revolutionär, wie die Propaganda ihn gern zeigt. Laut Georg Blume können selbst diese vergleichsweise harmlosen Bilder aus Liu Heung Shings Bildband die Erinnerung an die Jahre 1949 bis 1979 bewahren helfen, die die KP vergessen machen will.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.07.2008
Gottfried Knapp gibt sich fasziniert diesem umfangreichen Bildband zu China hin, der den rasanten Wandel des Landes porträtiert. Zusammengestellt wurden die Bilder vom Fotojournalisten und Pulitzer-Preisträger Liu Heung Shing, der dafür in den Beständen von 88 Fotografen - darunter auch, aber nicht ausschließlich offizielle Reporter - forsten konnte, teilt der Rezensent mit. Sehr gefesselt haben ihn vor allem die Aufnahmen, die Einblick in das Privatleben von Politikern bieten und die mitunter ziemlich entlarvend sind, wie er findet.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2008
Als Horror-Roman erscheint diese Bilderchronik der Jahre 1949-2008 Andreas Platthaus zuweilen. Die schiere Fülle, eine lobenswerte Ausstattung, informative Texte (dreisprachig, doch leider nicht chinesisch, wie Platthaus bedauert) sowie Aktualität (bis hin zum Erdbeben in Sichuan) dienen dem Rezensenten als Grundlage. Darauf entsteht für Platthaus eine kritische Darstellung der Großmacht China. Erschüttert haben ihn manche Fotos (etwa aus Sichuan), die, wie Platthaus überrascht feststellt, mehr und mehr den Wert des Individuums proklamieren. Dass die Geschichte Chinas dennoch als Experiment mit katastrophalem Ausgang gelesen werden muss, daran lassen die Seiten den Rezensenten nicht im Zweifel. Der von dem renommierten Fotoreporter Liu Heung Shing getroffenen Auswahl und seinem geschickten Arrangement der Bilder, offiziellen wie inoffiziellen Ursprungs, verdankt Platthaus einen Bildband, der für ihn wie eine Fortsetzungsgeschichte funktioniert.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Bücher von Lesern empfohlen
Juan Jose Millas: Meine Straße war die Welt
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. In "Als die Welt Kind war" erzählt Juan Jose Millas von dem ...
Georgi Gospodinov: Kleines morgendliches Verbrechen
Aus dem Bulgarischen von Valeria Jäger, Uwe Kolbe und Alexander Sitzmann. Dieser erste deutsche Auswahlband ...
Archiv: Bücherschauen
Dichtung und Tischtennis
18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


