Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hannes Sieberer (Hrsg.)

Als Agent hinterm Eisernen Vorhang

Fünf West-Spione über ihre DDR-Erfahrungen

Cover: Als Agent hinterm Eisernen Vorhang

Edition Ost, Berlin 2008
ISBN-10 3360010922
ISBN-13 9783360010926
Gebunden, 224 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Sie spionierten für die Amerikaner oder für deutsche Dienste in der DDR oder wurden - wie der Westberliner Türke Erol Ünsalsudan - von einer BRD-Institution geworben, einen Prominenten medienwirksam auszuschleusen. Sie alle wurden von der Spionageabwehr der DDR entdeckt, verurteilt und inhaftiert - und von ihren Auftraggebern fallengelassen und vergessen. Die Berichte der verbrannten Spione offenbaren nicht nur die politischen Intentionen der Hintermänner. Sie liefern damit nachträglich den Beweis für die Notwendigkeit, dass sich die DDR wie jeder andere Staat auf dieser Welt vor Angriffen schützen musste. Und dies auch erfolgreich tat. Und außerdem zeigen diese lebendigen Erinnerungen, wie mit den Gefangenen etwa in Bautzen II umgegangen worden ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2008

Gunter Holzweißig staunt nicht schlecht, dass sich ausgerechnet fünf ehemalige Agenten für den Westen, die nach ihrer Enttarnung in der DDR inhaftiert wurden, für diesen Rehabilitierungsversuch des MfS hergeben. Im vorliegenden Band erzählen neben Herausgeber Hannes Sieberer vier weitere West-Agenten aus ihrer Biografie, ihrer Agententätigkeit und ihrer Haftzeit, wobei den Rezensenten nicht nur der "saloppe" Ton, sondern vor allem die Verklärung der Haft in Bautzen oder Berlin-Pankow, die er darin ausmacht, gewaltig irritiert. Ihren westlichen Arbeitgebern dagegen würden die Autoren larmoyant vorwerfen, Abmachungen und Lohnverpflichtungen nicht eingehalten zu haben, stellt Holzweißig fest, dem es schwer fällt, an die Schilderungen der "fairen", ja mitunter richtiggehend fürsorglichen Behandlung im DDR-Gefängnis, zu glauben.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren