Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Shmuel Krakowski

Das Todeslager Chelmno / Kulmhof

Der Beginn der

Cover: Das Todeslager Chelmno / Kulmhof

Wallstein Verlag, Göttingen 2007
ISBN-10 3835302221
ISBN-13 9783835302228
Kartoniert, 250 Seiten, 22,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Hebräischen von Rachel Grunberg Elbaz. Herausgegeben im Auftrag der Gedenkstätte Yad Vashem. Das Vernichtungslager Chemno - eine umfassende Studie zu dem Ort der ersten Massenvergasungen. Von dem kleinen polnischen Dorf Chemno, ca. 70 km nordwestlich von Lodz gelegen, hätte die Welt ohne die nationalsozialistische Besatzung sicher keine Kenntnis genommen. Als Standort der ersten Vergasungsanlagen wurde es im Gedächtnis der Menschheit jedoch zum Synonym für Unmenschlichkeit. Der Plan der Nationalsozialisten zur sogenannten »Endlösung« wurde hier unter Einsatz von Gaswagen erstmals massenwirksam in die Praxis umgesetzt: Selbst Minimalschätzungen gehen von mindestens 145.000 in Chemno ermordeten jüdischen Menschen aus. Die vergleichsweise schwierige Quellenlage bedingt die geringe Zahl der Studien, die es bislang über Chemno gab. Hier vermag Shmuel Krakowski unter Einbeziehung auch der polnischen Quellen eine Lücke zu schließen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2008

Shmuel Krakowskis Monografie über Chelmno/Kulmhof, das erste Vernichtungslager der Nazis auf polnischem Gebiet, hat Rezensent Hans-Jürgen Döscher überzeugt. Die Untersuchung schließt seines Erachtens eine "weitere Lücke" in der Holocaustforschung. Gegenüber älteren Arbeiten hebt er hier die "größere Dichte und Breite" der Quellenbasis hervor. Neben Dokumenten der deutschen Besatzungsmacht greife der Autor auf jüdische Zeugnisse sowie Gerichtsprotokolle polnischer und deutscher Provenienz zurück. So entsteht in seinen Aufgen ein wesentlich "schärferes Bild" dieses Lagers. Lobend äußert er sich auch über Krakowskis Nachwort, das auf die Situation der überlebenden Juden in Polen nach dem Krieg hinweist.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren