Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 10.24 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Mary Ann Shaffer

Deine Juliet

Roman

Cover: Deine Juliet

Kindler Verlag, Reinbek bei Hamburg 2008
ISBN-10 3463405245
ISBN-13 9783463405247
Gebunden, 304 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Margarete Längsfeld und Martina Tichy. Eines Tages erhält die Schriftstellerin Juliet, die in den späten vierziger Jahren in London lebt, einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Da ihre Adresse vorn im Buch steht, wendet er sich an sie, um mehr über den Autor zu erfahren, der ihn fasziniert. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein anrührender Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der "Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society" erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die die Inselbewohner - ungeübte Leser - gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich sie zu treffen. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.03.2009

Mit größter Skepsis hat Felicitas von Lovenberg diesen Briefroman aufgeschlagen, um sich dann doch von ihm einfangen zu lassen. Denn weder die Informationen des Klappentextes, es handele sich um das Romandebüt einer 70-jährigen "ehemaligen Buchhändlerin und Bibliothekarin" noch die Empfehlung eines guten Freundes, es sei ein "zauberhafter" Roman, haben sie zunächst überzeugt. Doch sie muss zugeben, dass Mary Ann Shaffers Roman um die Journalistin Juliet, die auf einen Club der Kanalinsel Guernsey stößt, der sich in der entbehrungsreichen Kriegs- und Besatzungszeit, mit Lektüre über Wasser hielt, wenn schon kein "literarisches Meisterwerk", dann doch ein hinreißender Roman ist. Das liegt vor allem an den plastischen Charakterzeichnungen der exzentrischen Figuren und am gekonnten Durchhalten der Briefform, wie Lovenberg preist, die deshalb auch das "Körnchen Rosamunde Pilcher" verzeiht, das in der Liebesgeschichte mit Happy End um die Hauptfigur zum Vorschein kommt.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.05.2008

Dies sei ein ganz "wunderbares und reizendes Buch" das auch Großmüttern gefallen dürfte, schreibt Rezensentin Margret Fetzer über diesen Briefroman, der ihren Informationen zufolge im Jahr 1946 in England beginnt. Natürlich wirke das Genre in Zeiten von SMS schon ein wenig angestaubt, dennoch hat es aus Sicht der Rezensentin vielleicht gerade deshalb seinen Charme, wenngleich die in den Briefen verhandelte Literatur ihrer Einschätzung zufolge kaum mehr als dem Zweck der fröhlich-behaglichen Unterhaltung dient. Was das Buch für die Rezensentin trotzdem spannend macht, ist die Art, mit der hier die amerikanische Autorin Britishness und das Verhältnis der Engländer "zum deutschen Feind im Zweiten Weltkrieg" zu thematisieren wagt. Auch die Übersetzung wird gelobt. Nur der deutsche Titel des Buchs erntet harsche Kritik, weil er die Qualität des Buchs ins Schmonzettenhafte verzerrt.

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Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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