Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
In diesem Buch erzählt er von seiner behüteten Kindheit in Dresden und den zwanziger Jahren in Berlin, von seinem Aufstieg zum Filmkritiker und Kulturjournalisten. Hans Sahl hatte Kontakt zu Bertolt Brecht, er war befreundet mit Iwan Goll und Ernst Toller, er kannte Ernst Rowohlt sehr gut und gehörte unter den Schriftstellern damals zu denen, die das Denken ihrer Zeit stark beeinflusst haben. 1933 musste er vor den Nazis fliehen, zuerst nach Prag und dann über Zürich, Paris und Marseille nach New York. Dort verbrachte er mehr Zeit als in Deutschland zuvor, und dort wurde er zum Zeugen, wie eine lebendige deutsche Kultur starb und vergessen wurde. In Hans Sahls Erinnerungen kehrte auch das Wissen um diese Kultur zurück. Mit der Publikation der beiden Memoiren-Bände beginnt die Neu- Edition der Werke von Hans Sahl in vier Bänden.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.09.2008
Sehr bildlich beschreibt taz-Rezensent Friedhelm Lövenich seine Lese-Eindrücke der "Memoiren eines Moralisten": Wie ein Tauchgang in eine längst versunkene Welt erschien ihm die Lektüre von Hans Sahls Erinnerungen. Von der Berliner Zeit des Feuilletonisten über Exil und späte Rückkehr - viele "bunte Fische" wie Werfel, Brecht, Seghers oder Döblin tummeln sich in den "Riffen der Geschichte", so der Rezensent. Auch über einige vergessene Persönlichkeiten der Zeit berichtet Sahl - allerdings zu knapp und holzschnittartig, findet Rezensent Lövenich. An dieser Stelle hätte er sich etwas umfassendere Informationen gewünscht. Die Kürze und das "unzusammenhängende, zersplitterte und sprunghafte" Textganze führt der Kritiker auf das hohe Alter zurück, in dem Sahl mit der Niederschrift seiner Erinnerungen begonnen hatte.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.04.2008
Diese Erinnerungen gehören für Rezensentin Uta Beiküfner unbestreitbar zum Besten", was es in der Exilliteratur geben würde. Denn Hans Sahl schildert aus ihrer Sicht hier höchst anschaulich nicht nur ganz persönliche Geschichte, sondern vermittelt auch ein sehr plastisches Bild seiner Zeit. So entnimmt sie dem Band viel Aufschlussreiches über das Theater in der Weimarer Republik, sieht den Autor höchstpersönlich durch die Zeit und ihre Ereignisse eilen, die dann mit der Machtübernahme durch die Nazis ihr abruptes Ende finden. Weshalb diese Erinnerungen für sie vor allem ein grandioser Abgesang auf die Kultur der Weimarer Republik darstellen. Doch auch die Zeiten des Exils und der Entwurzlung findet sie sehr plastisch und eindringlich geschildert.
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Uangenehm plausibel
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