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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Sahl

Memoiren eines Moralisten

Das Exil im Exil

Cover: Memoiren eines Moralisten

Luchterhand Literaturverlag, München 2008
ISBN-10 3630872786
ISBN-13 9783630872780
Gebunden, 500 Seiten, 21,95 EUR

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Klappentext

In diesem Buch erzählt er von seiner behüteten Kindheit in Dresden und den zwanziger Jahren in Berlin, von seinem Aufstieg zum Filmkritiker und Kulturjournalisten. Hans Sahl hatte Kontakt zu Bertolt Brecht, er war befreundet mit Iwan Goll und Ernst Toller, er kannte Ernst Rowohlt sehr gut und gehörte unter den Schriftstellern damals zu denen, die das Denken ihrer Zeit stark beeinflusst haben. 1933 musste er vor den Nazis fliehen, zuerst nach Prag und dann über Zürich, Paris und Marseille nach New York. Dort verbrachte er mehr Zeit als in Deutschland zuvor, und dort wurde er zum Zeugen, wie eine lebendige deutsche Kultur starb und vergessen wurde. In Hans Sahls Erinnerungen kehrte auch das Wissen um diese Kultur zurück. Mit der Publikation der beiden Memoiren-Bände beginnt die Neu- Edition der Werke von Hans Sahl in vier Bänden.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.09.2008

Sehr bildlich beschreibt taz-Rezensent Friedhelm Lövenich seine Lese-Eindrücke der "Memoiren eines Moralisten": Wie ein Tauchgang in eine längst versunkene Welt erschien ihm die Lektüre von Hans Sahls Erinnerungen. Von der Berliner Zeit des Feuilletonisten über Exil und späte Rückkehr - viele "bunte Fische" wie Werfel, Brecht, Seghers oder Döblin tummeln sich in den "Riffen der Geschichte", so der Rezensent. Auch über einige vergessene Persönlichkeiten der Zeit berichtet Sahl - allerdings zu knapp und holzschnittartig, findet Rezensent Lövenich. An dieser Stelle hätte er sich etwas umfassendere Informationen gewünscht. Die Kürze und das "unzusammenhängende, zersplitterte und sprunghafte" Textganze führt der Kritiker auf das hohe Alter zurück, in dem Sahl mit der Niederschrift seiner Erinnerungen begonnen hatte.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.04.2008

Diese Erinnerungen gehören für Rezensentin Uta Beiküfner unbestreitbar zum Besten", was es in der Exilliteratur geben würde. Denn Hans Sahl schildert aus ihrer Sicht hier höchst anschaulich nicht nur ganz persönliche Geschichte, sondern vermittelt auch ein sehr plastisches Bild seiner Zeit. So entnimmt sie dem Band viel Aufschlussreiches über das Theater in der Weimarer Republik, sieht den Autor höchstpersönlich durch die Zeit und ihre Ereignisse eilen, die dann mit der Machtübernahme durch die Nazis ihr abruptes Ende finden. Weshalb diese Erinnerungen für sie vor allem ein grandioser Abgesang auf die Kultur der Weimarer Republik darstellen. Doch auch die Zeiten des Exils und der Entwurzlung findet sie sehr plastisch und eindringlich geschildert.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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