Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Uwe-Karsten Heye

Gewonnene Jahre

Oder die revolutionäre Kraft der alternden Gesellschaft

Cover: Gewonnene Jahre

Karl Blessing Verlag, München 2008
ISBN-10 3896673335
ISBN-13 9783896673336
Gebunden, 222 Seiten, 18,95 EUR

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Klappentext

Das Damoklesschwert der umgedrehten Alterspyramide schwebt über allen Generationen und wird unsere Gesellschaft nachdrücklich verändern. Nicht nur in Ostdeutschland werden immer mehr Schulen geschlossen, weil der Nachwuchs fehlt, gleichzeitig verlängert sich das aktive Lebensalter stetig. Der unumkehrbare demographische Wandel wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus - von der Bildung bis zur Pflege, von der Einwanderungspolitik bis zum Erstarken der politischen Ränder. Nach der notwendigen Bestandsaufnahme muss für Uwe-Karsten Heye der Blick aber vor allem auf die Chancen gerichtet werden, die sich aus den "gewonnenen Jahren" ergeben. Die mutigen Ideen sind da, und die Initiativen kommen aus der Mitte der Gesellschaft: Schluss mit der Frühverrentung - holt die Alten zurück. Arbeit für Senioren in Kindergärten und Schule. Kindergartenpflicht für alle. Einheitsschule bis zur 10. Klasse. Uwe-Karsten Heye macht klar, warum ein "weiter so" nicht möglich ist und weshalb die Qualität des sozialen Miteinanders überprüft werden muss. Denn "alt" bedeutet nicht "nutzlos" und "jung" nicht "chancenlos".

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.04.2008

Ganz anregend, insgesamt aber doch etwas unscharf findet Rezensentin Susanne Gaschke das Buch des ehemaligen Regierungssprechers von Rot-Grün und heutigen Vorwärts-Chefredakteurs, das ihrem Eindruck zufolge zu einer neuen Betrachtung der alternden Gesellschaft aufruft. Ein bisschen hat sie auch den Eindruck, dass Uwe-Karten Heye als Mitglied der "Deutungshoheitsgeneration" von 1968 nun auch das Alter neu erfinden wolle, und hier sozusagen die nächste revolutionäre Kraftwelle dieser Generation auf die Gesellschaft zurollt. Viele Befunde zur gegenwärtigen Lage teilt die Rezensentin jedoch. Aber wie das Zusammenleben der neuen Alten mit den alten Jungen  praktisch funktionieren soll, das Heye in seinem Buch theoretisch-idealistisch entwickelt, erschließt sich für die Rezensentin nicht in jedem Fall. Mitunter findet sie die Visionen der Zwangsbeglückung der Gesellschaft durch den Übereifer der Alten wohl eher beängstigend. Auch schreit manches für Gaschke nach gesonderter Betrachtung, das Thema Turbokapitalismus zum Beispiel.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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