Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marlene Streeruwitz

Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin

Cover: Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin

Weissbooks, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3940888230
ISBN-13 9783940888235
Gebunden, 61 Seiten, 12,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Eine Frau auf dem Weg nach Hause. Sie kommt vom Begräbnis ihrer besten Freundin, sechs Stunden ist das her, und im Straßenverkehr denkt sie, wieder und wieder, an Lilli. Daran, wie sie es mit den Männern gehalten hat, wie mit den Bindungen, die man lebenslang eingeht, der Familie, den Kindern, wie mit den vielen kleinen und auch größeren Lügen, dem Abtauchen in Affären und wie mit der tödlichen Krankheit. Und daran, wie die Ketten um Lilli immer enger geworden sind. "Sie war so damit beschäftigt, das Sterben ernst zu nehmen, dass sie den Tod übersehen hat." Marlene Streeruwitz beleuchtet in dieser hochkonzentrierten, bezwingenden Suada ein Stück Leben, wie es viele gibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.04.2008

Als "beeindruckende Trauertirade" lobt Rezensentin Judith Leister das neue Buch von Marlene Streeruwitz. Es geht um eine Frau, die nach der Beerdigung ihrer besten Freundin nach Hause fährt und sich am Steuer ihres Autors an die Tote erinnert, der sie jahrelang Alibis für ihre außerehelichen Affären geliefert hat. Leister schätzt Streeruwitz' Sprache mit ihrer speziellen Interpunktion, der sie große Ausdrucksfähigkeit bescheinigt. Bei den "stockenden und gleichzeitig insistierenden" Sätzen fühlt sie sich an die Tiraden von Qualtingers Herrn Karl erinnert. Im Unterschied zu diesem aber sei sich Streeruwitz' Protagonistin ihrer "blinden Flecken" bewusst und wisse um ihr Versagen.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.04.2008

Ganz in kakanischer Tradition sieht Ina Hartwig dieses "kurze, brillante Zwischen-Prosastück" von Marlene Streeruwitz. Doch ist es nicht nur das grotesk Morbide, das Hartwig für den Text einnimmt. Der mit bitteren Einsichten nicht sparende Monolog einer Frau im Angesicht des eigenen Todes glänzt für Hartwig durch seine Nüchternheit und Lakonie, durch Flinkheit und Tiefe. Wenn Streeruwitz auf die Weise auch eine Art Gegenstück zu Ulla Berkewicz' "Überlebnis" vorlegt, laut Hartwig eher eine "literarische Überhöhung" der Todeserfahrung, ein bitteres Buch ist es für sie dennoch nicht.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren