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Klappentext
Eines Tages verbrennt die Mutter alle Puppen ihrer Tochter - als sie in die Schule kommt, gerade einmal siebenjährig. Die Mutter ist eine Frau, die die unerschütterlichen Prinzipien des Kommunismus zu ihren eigenen macht. Darüber verliert sie die Individualität der Tochter gänzlich aus den Augen. Maria-Maria aber will ihren eigenen Weg gehen und enttäuscht ihre Eltern auf ganzer Linie. Von Systemzwängen, Kollektivismus und raren Liebesgesten bedrängt, streift Maria-Maria die Fesseln ihrer Familie und des Landes ab und findet die Freiheit - doch die emotionale Auseinandersetzung mit ihrer Mutter hält unvermindert an.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.02.2008
Künstlerisch und inhaltlich überzeugend findet Rezensentin Judith Leister diesen autobiografisch durchwirkten Roman über eine fatale Mutter-Tochter Beziehung zwischen Berlin und Bukarest. Eine junge Frau, die das totalitäre kommunistische Rumanien verlassen hat, kehrt ans Sterbebett ihrer Mutter nach Bukarest zurück und es entsteht noch einmal der alte fatale Clinch aus brutaler erzieherischer Dressur, überkommenem Frauenbild und ideologischer Verkrustung. Manchmal erinnert die Geschichte dieses sadomasochistischen Abhängigkeitsverhältnisses die Rezensentin an Elfriede Jelineks Roman "Die Klavierspielerin". Die Sprache der Autorin wiederum lässt sie an Marlene Streeruwitz denken. Allerdings verzichtet Francesca Banciu nach Ansicht der Rezensentin "auf jegliche Lust am Leiden ebenso wie auf den "Gestus der Entlarvung". Und die "reduzierte Sprache", die "eigenwillige Interpunktion", und das "Stakkato der Sätze" verleihen diesem Buch aus ihrer Sicht eine große Musikalität. Nicht immer mag die Rezensentin der mythischen Überhöhung der Mutter-Tochter-Problematik inhaltlich folgen. Sprachlich beeindruckt sie das Buch jedoch durchgehend mit seiner höchst kunstvoll zwischen Prosa und Vers lavierenden strengen Komposition.
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