Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dagmar Hofmann

Suizid in der Spätantike

Seine Bewertung in der lateinischen Literatur

Cover: Suizid in der Spätantike

Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2007
ISBN-10 3515091394
ISBN-13 9783515091398
Gebunden, 250 Seiten, 44,00 EUR

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Klappentext

Suizid ist ein anthropologisches Phänomen, mit dessen ethischer Bewertung sich die Menschheit in allen Zeiten auseinandersetzte. Die Spätantike gilt im allgemeinen als eine Wendezeit, in der die christliche Ablehnung der Selbsttötung eine gegenüber der klassischen Antike veränderte Haltung hervorbrachte, die besonders deutlich von Aurelius Augustinus (354-430) formuliert wurde. Neben der Einordnung der augustinischen Suizidtheorie in den Kontext ihrer Zeit und der Gegenüberstellung anderer spätantiker Meinungen liegt der Schwerpunkt der Studie vor allem auf der literarischen Darstellung von Suizid: Zahlreiche Suizidschilderungen aus der lateinischen Literatur des 4. und 5. Jhs. werden vorgestellt und veranschaulichen ein überraschend heterogenes Bild, das in weiten Teilen den Vorstellungen der klassischen Antike näher steht, als dass es auf die Stigmatisierung der Selbsttötung im Mittelalter und in der Neuzeit vorausweist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2008

Erhellend findet Hartwin Brandt diese umfangreiche Studie über den "Suizid in der Spätantike" von Dagmar Hofmann. Er bescheinigt der Autorin, das Vorurteil zu widerlegen, das Christentum in der Spätantike habe der bis dahin tolerierten, wenn nicht glorifizierten Praxis der Selbstötung ein Ende gesetzt. So zeige sie etwa auf, dass die rigorose Verurteilung des Suuizids durch Augustinus eine Ausnahme war. Den großen Verdienst Hofmanns sieht Brandt im Nachweis einer prinzipiellen Kontinuität zwischen klassisch-heidnischer und christlicher Spätantike beim Umgang mit dem Thema Suizid. In diesem Zusammenhang hebt er ihre Ausführungen zur Frage hervor, ob Christen, die freiwillig in den Tod gingen oder diesen provozierten, als Märtyrer oder Selbstmörder galten, eine Frage, mit der sich die spätantiken Kirchenväter, die sich der fließenden Grenzen zwischen Suizid und Märtyrertum bewusst waren, überaus schwer taten.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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