Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Ein Junge namens "Baby" wächst ohne Eltern in einem Kibbuz auf und interessiert sich brennend für Brieftauben. Er ahnt nicht, dass ihm neun Jahre später das Wissen über diese Brieftauben von großem Nutzen sein wird, um den sehnlichsten Wunsch seiner Geliebten zu erfüllen. Viele Jahre später: Ein Haus für sich allein will der Touristenführer und Vogelkundler Jair. Denn seit es in Israel nicht mehr viele Touristen durch das Land zu führen gibt, denen man die Schönheiten der Flora und Fauna zeigen kann, steht Jair auf der Lohnliste seiner amerikanischen Frau Liora, die ein Immobiliengeschäft betreibt und ihm jeden Wunsch von den Augen abliest. Und welcher Mann hält das schon aus? Die Geschichte einer alten Liebe, die eine neue wurde, dann zu verlöschen drohte - und doch siegte.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2008
Als "imposantes Diptychon" würdigt Rezensent Uwe Stolzmann diesen Roman des israelischen Autors Meir Shalev. Trotzdem hat das Buch bei ihm einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Im Grunde findet er hier nämlich zwei Bücher, zwei Geschichten vor. Die erste über den Vogelkundler und Touristenführer Jair, eine Liebesgeschichte, hat ihn sehr berührt. Er schwärmt von der Poesie des Textes und den wunderbaren Figuren. Die andere Geschichte über den Taubenzüchter Baby, der im Unabhängigkeitskrieg zwischen Israel und den Arabern 1948 stirbt, fällt seines Erachtens dagegen stark ab. "Blass" nennt er sie, "erfunden, nicht erfahren, obendrein viel zu lang". Er hält dem Autor vor, hier zum Kitsch zu neigen und "Herz-Schmerz-Prosa" zu pflegen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.12.2007
Nach dem Verständnis der Rezensentin Eva-Elisabeth Fischer handelt es sich bei dieser Geschichte von Meir Shalev um eine "aufs feinste ausgearbeitete Parabel". Deswegen erscheint es ihr auch nicht erstaunlich oder irritierend, dass die Erzählung zum Ende hin "in den Bereich des Unglaubwürdigen" abgleitet und mit Symbolischem nicht geizt. Thema dieser Parabel ist die Gründung und die anfängliche Entwicklung des Staates Israel, man verfolgt dessen Geschichte am Beispiel von überzeugend gezeichneten "persönlichen Schicksalen". Die inszeniert der Autor auf eine sehr poetische, sanfte, aber auch manchmal "grausame" Weise. Er umhüllt seine Protagonisten "mit einer Art liebendem Humor". Das macht nach Fischers Meinung den Kontrast zum heutigen Status Quo besonders deutlich. Da "wirkt das einstmals Große kleinlich oder gänzlich verroht".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2007
Susanne Klingenstein sieht in der schmelzend schönen Liebesgeschichte, von der Meir Shalev unter anderem in seinem jüngsten Roman erzählt, eine "Stahlkugel in einem Marshmallow". Denn der israelische Autor, der als scharfzüngiger politischer Kommentator für die Rückgabe der 1967 besetzten Gebiete und für einen eigenen Palästinenserstaat eintritt, stellt in dieser Hommage an sein Heimatland einmal mehr klar, dass Israel die Heimat der dort geborenen Juden ist. Seine Geschichte bewegt sich auf drei Handlungsebenen und erzählt einmal vom Fremdenführer Jair und seiner Familie, dann vom Schicksal eines 18-jährigen Brieftaubenzüchters, der 1948 im Kampf um Jerusalem starb, und um die Bauleiterin Tirza, die für Jair ein altes Haus bei Jerusalem renoviert. Alle diese Geschichten laufen auf die Frage nach dem Zuhause hinaus und warten für Jair und seine Mutter mit einer überraschenden Pointe auf, verspricht die Rezensentin, die das Buch als Lektüre empfiehlt, die dem durch die täglichen Nachrichten vom Nahostkonflikt zermürbten Leser etwas Erholung bietet.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








