Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Spanischen von Curt Meyer-Clason und Wilhelm Muster. Neu herausgegeben von Jürgen Dormagen und Gerhard Poppenberg. Juan Maria Brausen, illusionsloser Texter in einer Werbeagentur, macht nach einer schweren Operation seiner Frau die Erfahrung, dass er nicht zu einer einzigen Existenz verurteilt ist. Hinter der dünnen Wand der Nachbarwohnung hört er die Lebensäußerungen der Prostituierten Queca, und in Gedanken wird er zu Juan Maria Arce, ihrem brutalen Geliebten. Zugleich fantasiert er sich in die Gestalt des Arztes Diaz Grey, Hauptfigur eines Drehbuchs, an dem er schreibt. Als die Queca von ihrem Zuhälter ermordet wird, identifiziert Brausen sich mit dem Mörder und flieht, als Juan Maria Arce, nach Santa Maria, in die von ihm entworfene Stadt, wo sich sein Weg mit dem von Diaz Grey kreuzt.Das kurze Leben, 1950 erschienen, hat Onettis Ruhm begründet. Der Band enthält einen ausführlichen Anhang mit Anmerkungen, Zeittafel, Bibliografie und Nachwort.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2007
Santa Maria war fünfzehn Jahre lang die lateinamerikanische Fantasie-Stadt schlechthin, schreibt Kersten Knipp, bis dann Gabriel Garcia Marquez mit Macondo kam. Juan Carlos Onetti hat sich mit der schon 1950 erschienen Titelgeschichte ganz nach vorn geschrieben, wenn es um "Metafiktion" geht, also um das literarische Nachdenken über die Betriebsmechanismen von Fiktion, Fantasie und Literatur, informiert Knipp. Onetti bewerkstelligt das mit seiner Figur des Juan Maria Brausen, der bei Bedarf immer in das von ihm imaginierte Santa Maria flüchtet, die mit ihren Bewohnern dann immer mehr zur Realität, zu Brausens Realität wird. "Kunstvoll" findet Knipp das, wie auch in den beiden anderen Stücken des Bandes Erinnerung und Vorstellung seiner Meinung nach auf "kühne" Weise verknüpft werden.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








