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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Schneider

Die Offenbarung

Roman

Cover: Die Offenbarung

Aufbau Verlag, Berlin 2007
ISBN-10 3351032129
ISBN-13 9783351032128
Gebunden, 285 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Am Heiligabend des Jahres 1992 findet ein Naumburger Organist im morschen Gehäuse der Kirchenorgel ein unbekanntes Werk von Johann Sebastian Bach: ein Jahrhundertfund, der sein Leben verändern wird. Jakob Kemper wirft dieser sensationelle Fund aus der Bahn. Je genauer der eigenbrötlerische Musikforscher und Organist die Melodien analysiert, desto Unerklärlicheres trägt sich zu. Angstphantasien mischen sich mit Größenwahn. Denn die Partitur birgt ein Geheimnis: Sie ist nicht allein Musik, sondern vermag Erinnerungen an Vergangenes, Verdrängtes und Zukünftiges zu beschwören. Kemper ist davon überzeugt, dass Bach eine Art kosmisches Gesetz entdeckt hat, an dem die Seele des Menschen gesunden kann. Noch hält er seinen Fund geheim. Als die Herren von der Bachgesellschaft auf den Amateur-Forscher aufmerksam werden, nimmt die Geschichte einen rasanten Lauf.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2007

Eine Offenbarung ist Robert Schneiders neues Werk "Die Offenbarung" für Rezensent Alexander Kissler nicht. Aber er lobt den Roman als ein fesselndes Buch. Damit hat er nach den letzten Werken des Autors, der mit seinem Erstling "Schlafes Bruder" zu frühem Ruhm gekommen war, nicht mehr gerechnet. Ja, Schneider schien ihm endgültig zu einer "Kitschnudel" mutiert. Mit seinem Roman "Die Offenbarung" - es geht um einen nicht sonderlich begabten Kirchenorganisten und Musikforscher, der zufällig ein unbekanntes Werk Johann Sebastian Bachs, das Oratorium "Die Apokalypse des Johannes" von 1646 findet, was seinem tristen Dasein neuen Schwung gibt - gelingt es dem Autor nach Ansicht Kisslers, das Ruder wieder herumzureißen. Er bescheinigt Schneider, die Fabel nicht mit Rhetorik zu überwuchern, gekonnt romantische Topoi zu verarbeiten und dem Pathos mit Humor zu begegnen. Kritisch wird es in seinen Augen, wenn das Buch in die mystische musikalische Selbsterfahrung abdriftet. Ein Rückfall in den Kitsch, die der Autor zur Freude des Rezensenten aber rasch überwindet.

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