Herausgegeben von Veronika Springmann. Das Tagebuch der Eva Mändl Roubikova ist ein einmaliges Zeitdokument über die Lebensbedingungen im Ghetto Theresienstadt, das, obwohl ursprünglich auf Deutsch verfasst, bisher noch nie in Deutschland veröffentlicht wurde. Das Besondere an diesem Dokument ist die Tatsache, dass die Autorin eine der wenigen Überlebenden des tschechischen Ghettos ist, die fast über die gesamte Zeit seines Bestehens dort inhaftiert war und während dieser Zeit kontinuierlich ihre Erlebnisse und Empfindungen niedergeschrieben hat. Ihr Tagebuch schafft eine Unmittelbarkeit, die keinen Leser unberührt zurücklässt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 08.11.2007
Insa Wilke ist von diesem Tagebuch, das die Tschechin Eva Mändl Roubickova erst in Prag und dann im Lager Theresienstadt führte, zutiefst beeindruckt. Sie stellt fest, dass Mändl Roubickova zunächst einen knappen Protokollstil pflegt, der erst 1942, als die Lage in Theresienstadt immer schwieriger wird, ausführlicher wird. Das Besondere an dem Tagebuch, das 1998 in den USA erschien und jetzt auch auf Deutsch vorliegt, ist, dass die Autorin fast jeden Tag des Lagerlebens festgehalten hat und dabei die Struktur und den täglichen Überlebenskampf in Theresienstadt dokumentiert, wobei sie eine Aufrichtigkeit und einen "Willen, Handelnde zu bleiben" demonstriert, der die Rezensentin offensichtlich sehr berührt hat.
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