Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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'Erschießen will ich nicht!'
Als Offizier und Christ im Totalen Krieg. Das Kriegstagebuch des Dr. August Töpperwien 3.9.1939 - 6.5.1945
Klappentext
Herausgegeben von Hubert Orlowski und Thomas F. Schneider. Das vorliegende Kriegstagebuch, das die gesamte Zeit des Zweiten Weltkriegs umfasst, erlaubt in weiten Teilen einen außergewöhnlich authentischen Blick auf das Kriegsgeschehen unmittelbar hinter der deutschen Ostfront. Der Autor, ein humanistisch gebildeter Wehrmachtsoffizier, war dort mit der Organisation und Verwaltung verschiedener deutscher Kriegsgefangenenlager betraut. Kennzeichnend für das Tagebuch ist die zunehmende Not des Autors, als gleichermaßen überzeugter Offizier und Christ das eigene Handeln in einem Krieg zu rechtfertigen, der immer deutlicher als Vernichtungskrieg empfunden wird. Der tiefe Zwiespalt zwischen Führertreue und christlichem Bekenntnis wird in den Aufzeichnungen ausführlich reflektiert und vielfach gebrochen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2007
Ein bemerkenswertes Zeitdokument sieht Sönke Neitzel in August Töpperwiens Kriegstagebuch der Jahre 1939 bis 1945, das Hubert Orlowski und Thomas F. Scherer herausgegeben haben. Das Tagebuch des Reserve-Hauptmanns und Gymnasiallehrers mit christlich-humanistischer Einstellung scheint ihm deshalb von Interesse, weil es einen Einblick gibt in die Erfahrungen und Emotionen eines durchschnittlichen, normalen, in verschiedenen Kriegsgefangenenlagern in Deutschland, Russland und Polen eingesetzten Soldaten. Die Aufzeichnungen verdeutlichen für Neitzel die Ambivalenz dieses Soldaten - sein Schwanken zwischen Gefolgstreue und Zustimmung zum System einerseits und Ablehnung andererseits - sowie seine Versuche, sein christliches Selbstverständnis mit dem Nazitum in Einklang zu bringen, die angesichts der ihm bewussten NS-Rassepolitik letztlich nicht erfolgreich waren. Gleichwohl habe Töpperwien bis zum Schluss einwandfrei funktioniert. Mit Lob bedenkt Neitzel die Herausgeber für ihre umsichtige Arbeit und die vorzügliche Edition dieses Tagebuchs.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








