Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Clemens August von Galen
Ein Kirchenfürst im Nationalsozialismus
Klappentext
Herausgegeben von Hubert Wolf, Thomas Flammer und Barbara Schüler. Graf von Galen (1878 - 1946), der "Löwe von Münster", ist eine der faszinierendsten Gestalten des christlichen Widerstandes im Dritten Reich. Nicht erst seit seiner Seligsprechung im Jahre 2005 steht seine Haltung zur NS-Diktatur und sein Einsatz besonders für behinderte Menschen im Mittelpunkt des Interesses. Dieser Band versammelt Beiträge zu einem Symposium. Bekannte Historiker und Theologen beleuchten die unterschiedlichsten Problemfelder im Zusammenhang mit diesem bedeutenden Kirchenmann, wobei auch kritische Anmerkungen und Rückfragen ihren Platz haben. Mit Beiträgen von Emma Fattorini, Thomas Flammer, Thomas Großbölting, Martin Hülskamp, Heinz Hürten, Wolfgang Knauft, Christoph Kösters, Joachim Kuropka, Ingrid Lueb, Rudolf Morsey, Heinrich Mussinghoff, Horst Ruth, Winfried Süß, Hans-Ulrich Thamer und Harald Wagner.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.01.2008
Alexander Kissler begrüßt zwei gleichzeitig erscheinende, umfangreiche Publikationen präzisieren das zwiespältige Bild des Bischofs von Münster, Clemens August von Galen, der von seinen Gegnern als demokratiefeindlich, kriegslüstern und antisemitisch kritisiert, von seinen Befürwortern als Held des Widerstands gegen den Nationalsozialismus gefeiert wird. Der von Hubert Wolf herausgegebene Band zeichnet Galen als von der auf Naturrecht und Modernitätskritik fußenden Theologie des 19. Jahrhunderts geprägt. Winfried Süß streicht etwa in seinem Aufsatz heraus, dass mit den drei berühmten Predigten von 1941, in denen der Bischof die Nationalsozialisten wegen ihrer Euthanasie-Praxis scharf angriff, die Ermordung von Behinderten und Kranken öffentlich bekannt wurde und damit die "Aktion T 14", der bereits 70000 Menschen zum Opfer gefallen waren, zum Stillstand kam. Lediglich der Beitrag des heutigen Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff, der Galen mangelnden Widerstand gegen die Nationalsozialisten vorwirft und der Auffassung ist, er hätte mutiger für das Judentum eintreten müssen, findet Kissler angesichts der vorangegangenen Aufsätze "seltsam nassforsch". Streng rügt er zudem den seiner Meinung nach unverhältnismäßig hohen Preis des Sammelbandes.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2007
Hans Maier begrüßt diesen von Hubert Wolf und anderen herausgegebenen Band über den Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen, der in seinen Gottesdiensten 1941 nachdrücklich gegen die Euthanasie-Morde protestierte. Der Band bietet seines Erachtens nicht nur eine Bilanz der bisherigen Forschung über Galen, sondern auch eine überaus ausgewogene Annäherung an den Kirchenfürsten, bei der es weder um Polemik noch um Apologie geht, sondern um historische Einordnung. Dies ist den Autoren in seinen Augen vollauf gelungen. Die Beiträge zeigten Bischof als Mensch und Seelsorger mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Prinzipien und Vorurteilen im Kontext der Zeit. Maier unterstreicht, dass Galen, obwohl ein Zentrumsmann des rechten Flügels, an der Legitimität der Weimarer Republik festhielt, die Moderne nicht in Bausch und Bogen verdammte und ein differenziertes Verhältnis zum Judentum hatte.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








