Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Willi Winkler

Die Geschichte der RAF

Cover: Die Geschichte der RAF

Rowohlt Verlag, Berlin 2007
ISBN-10 3871345105
ISBN-13 9783871345104
Gebunden, 527 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Die "revolutionären Kader" der Rote Armee Fraktion, Bürgerkinder allesamt, wollten das Volk gegen die Obrigkeit aufwiegeln. Am Ende wurde es, wie von Heinrich Böll befürchtet, ein "Krieg von sechs gegen sechzig Millionen". Das Gruppenprojekt war alles zwischen lächerlich und größenwahnsinnig, doch mit ihrem Furor gelang es der RAF und ihren Nachzüglern, die Republik von der Frankfurter Kaufhausbrandstiftung 1968 bis in die neunziger Jahre in Atem zu halten. Das Unbehagen, das die Terroristen in der Wohlstandsgesellschaft verspürten, verband sie mit einem großen Teil ihrer Generation.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.12.2007

Rezensent Arno Widmann hat mit Interesse gelesen, was Willi Winkler über die Geschichte der RAF und über ihren einstigen Rückhalt in der Bevölkerung zusammengetragen hat - auch wenn er mit einigen Thesen des Autoren gar nicht einverstanden ist. Beispielsweise findet er fragwürdig, ob die RAF wirklich eine Reaktion auf die elterliche "Tätergeneration" war - schließlich gab es vergleichbare Bewegungen in vielen "westlichen Demokratien". Es macht also in Widmanns Augen wenig Sinn, die Geschichte der RAF als "kleines Stück Geschichte der Bundesrepublik" zu erzählen. Gelungen findet Widmann aber, wie der Autor den Rückhalt unter Intellektuellen reflektiert - auch wenn man "dergleichen kaum offen diskutieren kann". Etwas störend empfindet der Rezensent, dass Winkler sich bisweilen zu sehr mit der anvisierten Leserschaft verbündet. Dass er oft impliziert, dass der Leser "auf die gleiche Art Bescheid weiß wie der Autor", kann irritieren - sollte er aber nicht, denn die Lektüre ist nach Widmanns Meinung trotz einiger inhaltlicher Differenzen durchaus lohnend.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren