Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jean-Philippe Toussaint

Zidanes Melancholie

Cover: Zidanes Melancholie

Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3627001419
ISBN-13 9783627001414
Kartoniert, 31 Seiten, 6,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Französischen von Joachim Unseld. Jean-Philippe Toussaint ist nicht nur ein Schriftsteller, sondern auch ein ausgewiesener Fußballkenner und -fan. Regelmäßig erschienen Fußballkommentare in französischen und internationalen Zeitungen. Am 9. Juli 2006 saß er auf der Tribüne des Berliner Olympiastadions und hat das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft Frankreich gegen Italien erlebt. Natürlich auch jene inzwischen legendäre "Geste" Zinedine Zidanes, den berühmten Kopfstoß gegen den Italiener Marco Materazzi, der wohl ebenso in die Annalen der Fußball-Weltmeisterschaften eingehen wird, wie seinerzeit das Wembley Tor. Toussaint schildert den Hergang und geht dabei den Ursachen des Kopfstoßes nach: für den dreimaligen Weltfußballer des Jahres im letzten Spiel seiner Karriere ein mehr als denkwürdiges Ereignis, mit dem er sich auf seine Weise in der Fußballgeschichte verewigte.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.09.2007

Rezensent Joseph Hanimann freut sich über dieses "poetologische Kabinettstück", das aus einer wirklichen Begebenheit beim Fußball-WM-Finale 2006 - Zidanes Kopfstoß gegen Materazzi - eine unmögliche machte. Denn zunächst führte ihn der Autor auf eine eher realistische Spur, um die Sache dann ins Paradoxe zu wenden. Hanimanns Beschreibungen bleiben eher unklar,  schließlich will er den Lesern den Spaß nicht verderben. Und den scheint man bei der Lektüre zu haben. Hanimann lobt ausführlich die kleinen Verrückungen, mit denen Toussaint scheinbar klare Dinge unscharf macht. Einen gewissen Anteil daran haben "über den langen, komplexen Satzbau hinweggleitende Partizipialkonstruktionen". Wobei Joachim Unselds "kundige" Übersetzung Hanimann "souverän" folgt. Kleines Bonbon dieser Edition sind außerdem die Autorenfotos vom Berliner Finalspiel, dem Toussaint augenscheinlich leibhaftig beigewohnt hat.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren