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Aus dem Archiv
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Klappentext
Auf ewig in Hitlers Schatten? Mehr als sechzig Jahre nach dem Ende des "Dritten Reiches" steht die Frage, wie es zum Aufstieg des Nationalsozialismus und zu den gewaltigen Verbrechen der Jahre 1933-1945 kommen konnte, unverändert im Zentrum unserer historischen Selbstbetrachtung. Sie kann freilich nur in größeren historischen Zusammenhängen erörtert und bewertet werden. Der Historiker Heinrich August Winkler geht in diesem Band Grundfragen der deutschen Geschichte nach. Preußen, die "sperrige" Revolution von 1848, das Erbe Bismarcks, die gescheiterte Revolution von 1918/19, die "abwendbare Katastrophe" der "Machtergreifung", 1945 als Wendepunkt und natürlich Winklers Kernthema, der lange Weg der Deutschen nach Westen - das sind nur einige der Themen, die in diesem Buch ebenso scharfsinnig wie kenntnisreich erörtert werden. Den Schlußpunkt dieser Sammlung elegant geschriebener Essays bildet eine Betrachtung über die westliche Wertegemeinschaft - zugleich ein erster Ausblick auf das nächste Werk des berühmten Historikers.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Heinrich August Winkler - eine Leseprobe bei C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.09.2007
Wolfgang Kruse begrüßt diesen Band mit Essays von Heinrich A. Winkler aus den letzten drei Jahrzehnten. Er würdigt den Autor als einen der letzten aktiven Vertreter der seit den 1960er Jahren entwickelten kritischen Sozialgeschichtsschreibung. Die hier vorliegenden Aufsätze, ursprünglich in deutschen Tages- und Wochenzeitungen erschienen, versteht er weniger als akademische Arbeiten im engeren Sinn denn als "geschichtspolitische Eingriffe in die öffentliche Debatte". In diesem Metier scheint ihm der Autor wahrlich ein Meister. Die Beiträge knüpfen nach seinen Informationen meist an historischen Jahrestagen wie der deutschen Revolutionen von 1848 und 1918, der NS-Machtergreifung oder dem Berliner Mauerbau an, um dann die historischen Zusammenhänge zu erläutern und auf die Gegenwart zu beziehen. Daneben findet Kruse in dem Band auch Beiträge zum Historikerstreit, zur EU-Osterweiterung von 2004 und die Abschiedsvorlesung über historische Grundlagen der "westlichen Wertegemeinschaft". Zwar hat Kruse durchaus kleinere kritische Einwände. So bleibt in seinen Augen zum Beispiel unklar, wie die Europäische Union eine eigene Identität ausbilden soll, wenn sie vor allem als Teil einer westlichen Wertegemeinschaft unter Einschluss der USA konzipiert wird. Insgesamt aber hält der den Band für überaus anregend.
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