Familienalarm! Zwischen Sandkasten und Herzschrittmacher: Immer mehr Frauen leben im emotionalen Reizklima zwischen pflegebedürftigen Eltern und Kindererziehung. Eine Zerreißprobe zwischen Pflicht und Gefühl, eine Gratwanderung zwischen Abgrenzung und Annäherung. Die Liebespflicht zeigt Wege aus dem Dilemma der Sandwichgeneration. Ein Plädoyer für eine neue Familienkultur jenseits von Schuldgefühl und Hilflosigkeit, für eine lebensbejahende Balance von Liebe und Verantwortung.
Nicht wirklich überzeugt hat Rezensentin Ursula März dieser Essay über die Verantwortung der Generationen für einander, den Christine Eichel vorgelegt hat. Sie hält der Autorin vor, bei ihren Entwürfen von Familienszenarien um pflegebedürftige Eltern das Thema durch "diffuses, unterschwelliges Ideologisieren" eher zu vernebeln als aufzuklären. Das Buch wimmelt ihres Erachtens von suggestiven Formulierungen, die bei ihr ein ungutes Gefühl hinterlassen. Sie kann sich des Eindrucks nicht erwehren, hier werde ein "Seitenangriff der neuen Bürgerlichkeit" geführt. In Form eines Pamphlets schiene ihr das auch durchaus legitim. Das aber liege hier nicht vor. So bleibt ihr nichts anderes als zu konstatieren, dass der Autorin die Dringlichkeit des Themas unter der Hand abhanden kommt. Viel besser findet sie ohnehin das von einem Anonymus vorgelegte Buch "Wohin mit Vater", das sie in diesem Zusammenhang empfiehlt.
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